Eintrittsfreier Samstag für die Osthaus-Sammlung im Folkwang

Das Museum Folkwang in Essen – der Besuche der Osthaus-Sammlung ist samstags frei.
Das Museum Folkwang in Essen – der Besuche der Osthaus-Sammlung ist samstags frei.
Foto: WAZ FotoPool/ Ralf Rottmann
Was wir bereits wissen
Das Museum Folkwang startet den eintrittsfreien Samstag mit Sponsoren-Hilfe in abgespeckter Variante. Und setzt nun auf den „Schneeball-Effekt“.

Essen.. Diesen Samstag, 18. April, startet der „eintrittsfreie Samstag“ am Museum Folkwang – allerdings in deutlich abgespeckter Variante. War zunächst geplant, die Ständige Sammlung künftig an jedem Samstag den Besuchern kostenlos zugänglich zu machen, wird das Haus den Besuchern nun nur an jedem dritten Samstag im Monat ohne Eintritt offen stehen.

Neun mittelständische Unternehmen, vom heimischen Apotheker bis zur Spedition, konnten nach einiger Anlaufzeit als Sponsoren gewonnen werden, sie haben sich dem Projekt für insgesamt drei Jahre verpflichtet. „Ich hoffe noch auf einen Schneeball-Effekt“, zeigt sich Tobia Bezzola optimistisch.

Museumschef Bezzola will vor allem Familien, Studenten und Schüler so für die großartige Osthaus-Sammlung gewinnen, deren Meisterwerke vor über 100 Jahren schließlich auch dank großzügiger Bürger-Spenden von Hagen nach Essen geholt werden konnten. Wer das Eintrittsgeld bislang als Hindernis gesehen habe, könne nun gleich mehrfach pro Jahr ins Haus kommen, hofft Bezzola.

Weitere Sponsoren gewinnen

Der Schweizer hat das Konzept zusammen mit Dietmar Düdden von der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft auf den Weg gebracht, der sich mit dem Akquirieren kleiner und mittelständischer Unternehmen offenbar schwerer getan hat als gedacht. Er habe feststellen müssen, dass viele der angesprochenen Unternehmen schon anderweitig engagiert und in Sachen Sponsoring gebunden seien, ließ Düdden am Donnerstag wissen.

Manche Firmen hätten außerdem Bedenken gehabt, sich gleich für drei Jahre als Sponsor-Partner zu binden. Mit jeweils 2500 Euro pro freiem Samstag ermöglichen sie den freien Eintritt. Als „Gegenleistung“ gibt es einen Vermerk im Veranstaltungs-Flyer, einen Aufsteller im Museum und freilich das gute Gefühl, unternehmerische Gesellschaftsverantwortung übernommen zu haben.

Im Museum Folkwang ist man jedenfalls zuversichtlich, weitere Sponsoren zu gewinnen. „Wichtig ist, dass wir jetzt erst mal anfangen“, sagt Bezzola.