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Kriminalität

Einsatzhundertschaft der Polizei sucht Mordwaffe an der A 52

13.06.2012 | 18:04 Uhr
Einsatzhundertschaft der Polizei sucht Mordwaffe an der A 52
Entlang der A 52 in Höhe Essen-Kettwig sucht die Einsatzhunderschaft nach der Tatwaffe. Sollten sie fündig werden, würden aufwändige Untersuchungen folgen. Foto: Detlev Kreimeier

Essen.   Acht Jahre nach dem ungeklärten Tötungsdelikt an der 27-jährigen Susanne Lucan haben sich neue Hinweise auf den Verbleib der Mordwaffe ergeben. Der Hauptverdächtige, ihr Freund, beteuert seine Unschuld. In Kettwig entlang der A 52 hat einen Einsatzhundertschaft der Polizei nach der Waffe gesucht.

In einem Unterholz in Kettwig entlang der A 52 hofft die Polizei den entscheidenden Beweis zu finden, der nach mehr als acht Jahren den Mörder der 27-jährigen Susanne Lucan aus Düsseldorf überführen könnte. 40 Beamte der Einsatzhundertschaft durchsuchten am Mittwoch gemeinsam mit Experten der Spurensicherung drei Flächen am Roskothenweg, am Buchholz und am Salsweg.

Am 20. November 2004 versammelten sich Susanne Lucans Freunde vor ihrer Wohnungstür an der Düsseldorfer Benzenbergstraße, um mit der Unternehmensberaterin ihren 27. Geburtstag zu feiern. Als das Geburtstagskind nicht öffnete, riefen die Freunde die Feuerwehr. Die Retter brachen die Tür auf und fanden Susanne Lucan erschlagen auf dem Bett.

Schnell richtete sich der Verdacht der Ermittler gegen den Mann, der Susanne Lucan zuletzt lebend gesehen hatte: Ihr Freund hatte sie an jenem Abend nach Hause gefahren. Doch der Mann beteuert seine Unschuld. Seine Version der Ereignisse: Er habe die sexuelle Beziehung zu Susanne Lucan beendet, trotzdem seien sie enge Freunde geblieben. Nach dem Essen am Abend des 19. November 2004 hätten beide sich die DVD „Shrek“ angesehen. Als sie eingeschlafen sei, habe er sie zugedeckt und um 2.30 Uhr die Wohnung verlassen. Danach müsse sie ihrem Mörder die Tür geöffnet haben.

„Immerhin hat er neun Jahre lang zur Familie gehört“

Die Mutter des Mordopfers möchte diese Version gerne glauben. „Immerhin hat er neun Jahre lang zur Familie gehört“, sagt Inge Meuter. Auch die Version, das Paar habe sich getrennt, will sie nicht glauben: „Davon hat Susanne nicht ein Wort gesagt.“ Doch für die Theorie vom Unbekannten gibt es bis heute nicht die Spur eines Beweises. Theoretisch könnte es diesen Mann geben, räumt der Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa ein. Durch zahlreiche Gutachten haben die Ermittler das Zeitfenster für den Mord auf rund zwei Stunden eingekreist. Aber in der Wohnung findet sich „keine Spur“ von einem Unbekannten, sagt Kumpa.

Für die Ermittler bleibt der Exfreund der Hauptverdächtige. Zumal es den Ansatz eines Motives gibt: Der Mann hatte heimlich eine Beziehung zu einer andere Frau aufgenommen. Einer Frau, zu der er in jener Nacht von Susanne Lucans Wohnung aus fuhr.

„Wir wissen, wann der Verdächtige den Tatort verlassen hat“, sagt Kumpa. Und die Fahnder wissen, dass er über die A 52 Richtung Essen gefahren ist und in Kettwig eine kurze Pause gemacht hat. Als ein Ermittler der Mordkommission diese Strecke abgefahren ist, hat es an drei Stellen Klick gemacht, beschreibt der Staatsanwalt: „Wenn ich der Täter wäre, würde ich die Tatwaffe hier wegwerfen.“ Dort hat nun die Suche begonnen. Kumpa warnt allerdings vor zu hohen Erwartungen: „Selbst wenn wir fündig werden, müssen aufwändige Untersuchungen folgen.“ So lange geht Inge Meuters Alptraum weiter: Der Mörder ihrer Tochter, er läuft acht Jahre später immer noch frei herum.

Kai Süselbeck



Kommentare
14.06.2012
00:38
Einsatzhundertschaft der Polizei sucht Mordwaffe an der A 52
von nothdurft | #1

Vielleicht liegt die " WAFFE " ja auf der anderern Seite, oder auf dm Mittelstreifen.

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