Einmal im Monat wird bei Kaffee und Kuchen geklönt

Das Haushaltsbuch ist akkurat geführt, die Schrift sehr leserlich, Einnahmen und Ausgaben akribisch aufgelistet. Roswitha Busenthür hält den Beweis für das 50-jährige Bestehen des Senioren-Nachmittags der Gemeinde St. Peter und Laurentius in der Hand. „Die hatten alle eine sehr ordentliche Handschrift“, sagt sie und schmunzelt.

Ihre Mutter Hildegard Steinrücken initiierte die gesellige Runde im Jahr 1965 gemeinsam mit den Ordensschwestern des St. Josefshauses. Stets dabei ist ein großes Sparschwein. Hinein kommt ein Obolus für Kaffee und Kuchen. Nach jedem Treffen wird Kassensturz gemacht und Buch geführt. „Da wir ja immer auch einen Programmpunkt haben, finanzieren wir das ab und zu davon, zum Beispiel für die bulgarische Folkloregruppe oder die drei Märchentanten“, erklärt Busenthür.

Einen Obolus ins Sparschwein

So unternahmen die Rentner früher auch kleinere Ausflüge. Zurzeit ist dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich, da es bei einigen Teilnehmern an Mobilität mangelt. „Wir könnten ja mal eine Tour mit der weißen Flotte machen. Wir müssen nur schauen, wie wir das mit der Treppe am Anleger organisieren“, schlägt Siglinde Doemges vor.

Die freiwillige Helferin ist zurzeit am Fuß verletzt, sitzt nun mit den Senioren gemeinsam am Kaffeetisch und freut sich, auch einmal bedient zu werden. Zur Feier des Tages war auch Pfarrer Sven Goldhammer anwesend. In seiner Begrüßung fasste er sich kurz und wünschte zum Schluss nur „Kuchen marsch“. Den backen die Organisatorinnen ab und zu auch selbst, zum Beispiel zur Erdbeer- oder Pflaumenzeit.

Das Treffen ist beliebt, bis zu 60 Senioren kommen einmal im Monat in den Petershof, um gemeinsam zu klönen oder Gesellschaftsspiele zu spielen. Übrigens: Schüler der Musikschule Kettwig rundeten mit ihrem Auftritt die Feier ab.