„Eine Wassertreppe für den Schlosspark“

Borbeck..  Mit der Entscheidung für den Denkmalschutz ebneten die Verantwortlichen im Jahr 2012 den Weg des Borbecker Schlossparks in die Zukunft. Nun wird man u.a. vom Landschaftsverband Rheinland dafür belohnt. Bis 2017 darf man eine Million Euro für den historischen Park ausgeben. Wofür genau, das ist noch nicht entschieden.

Bernd Mengede, langjähriger Verantwortlicher im Schloss Borbeck für die Stadt, erläutert: „Insgesamt stehen 4,4 Millionen Euro für das Schloss, die Wirtschaftsgebäude und den Schlosspark zur Verfügung, die nach und nach in den kommenden Jahren ausgegeben werden können. 80 Prozent kommen vom Landschaftsverband Rheinland, der Rest von der Stadt oder er wurde bei Dritten eingeworben“, so der Mann, der neben seiner Tätigkeit in Borbeck nun auch Leiter des Essener Kulturbüros ist.

Mit der Geschichte in Blickweite seines Büros in der zweiten Etage des Schlosses ist er bestens vertraut – auch mit der des Grüns hinter den Gebäuden. „In den vergangenen Jahrzehnten ist die geschichtliche Bedeutung des Parks nicht genügend gewürdigt worden“, so seine Meinung. Für ihn kann das nur heißen: „Wenn man so etwas Schönes und Herausragendes wie eine historische Wasserkaskade hat, dann sollte man die auch nutzen.“

Nutzen heißt in diesem Fall allerdings wiederherstellen. Denn von der Wasseranlage, die wahrscheinlich im Laufe des 18. Jahrhunderts von der Fürstäbtissin Franziska-Christine in Auftrag gegeben wurde, ist nicht mehr viel übrig. Im westlich im Park gelegenen Waldstück finden sich noch mehrere Quellen, die teilweise von Natursteinmauerwerk eingefasst sind, sowie zwei runde Wasserbecken, miteinander verbunden durch einen Kanal. Der Lauf der Borbecke, sie fließt heute neben dem Wanderweg, weitet sich nach wenigen Metern zum aufgestauten Kaskadenteich. Von hier aus floss das Bächlein treppenartig bis zum Parkteich. Vermutlich 1952 wurden die Kanälchen beseitigt. Ein Gewinn für den Park? Auf jeden Fall, glaubt Mengede.