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Eine Heimat auf Zeit

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Fischlaken. An der Bernhardstraße wird der Allbau bis 2016 eine neue Kita errichtet haben (wir berichteten). Ein Anwohner erzählt aus der Zeit, als dort noch ein Asylantenwohnheim war, das erst im vergangenen Jahr abgerissen wurde. „Dort lebten bis vor ungefähr zehn Jahren Wolgadeutsche, die aus ihrer Heimat nach Kasachstan vertrieben wurden und später in Deutschland Asyl fanden.“

Pakete gehen von Fischlaken nachSibirien auf die Reise

Einige Monate hätten sie an der Bernhardstraße verbracht und dann später eigene Wohnungen bekommen und auch Arbeit gefunden. „Mit einer der Frauen haben wir immer noch Kontakt. Sie hatte Heimweh und ist zurückgegangen. Heute lebt sie in Sibirien, 40 Grad Minus sind dort keine Seltenheit.“ Pakete schickten die Fischlaker dorthin und „auch Geld, damit sie sich eine bessere Wohnung leisten kann.“

Das Gelände an der Bernhardstraße wurde vor dem Bau des Wohnheims als Garten genutzt. „Die Kinder der gegenüberliegenden Schule haben dort alles Mögliche angebaut und geerntet.“

Als dann das Wohnheim und das Gelände nicht mehr gebraucht wurden und mehr und mehr verfiel, nutzte es die Polizei noch eine Zeit lang als Übungsgelände. „Doch die Brombeerranken überwucherten bald alles“, erzählt der Anwohner.

Sabine Moseler-Worm

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2015-01-21 00:10
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