„Eine Hebebühne für Ideen“

„Essen wird die „Grüne Hauptstadt Europas 2017“. Herzlichen Glückwunsch! Dabei ist unsere Stadt längst die drittgrünste Großstadt Deutschlands. Mit dem jetzt gewonnenen Titel können wir dies noch kräftiger herausstellen. Der Titel ist aber auch Beleg für die Fähigkeit unserer Stadt, sich zwischen Karnap und Kettwig, zwischen Haarzopf und Horst immer wieder neu zu erfinden. Das ist unsere Stärke.

Den Ausgleich gestalten

Trotz aller Sparanstrengungen ist es gemeinsame Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass unsere Heimatstadt nicht ihre Geschichte, ihre Seele, ihre Kultur und diese Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden, verliert. Vor 40 Jahren noch größte Bergbaustadt des europäischen Kontinents ist Essen nun „Grüne Hauptstadt Europas“. Den Ausgleich zwischen den ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen unserer Stadt wollen wir gestalten. Dann profitieren auch die Essenerinnen und Essener.

Wir wollen den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ nicht für uns allein. Der Titelgewinn steht für die Region. Wir können so zeigen, was wir können, für Essen, für die Region und für die Metropole Ruhr.

Über diese Metropole Ruhr wird seit Jahrzehnten gegrübelt und diskutiert. Schon vor mehr als einhundert Jahren hat der damalige Essener Beigeordnete Robert Schmidt die Grundzüge eines Generalsiedlungsplans für die Region Ruhr/Emscher entworfen. „Die Zeit ist gekommen, in diesem Geist wieder neue, starke Pflöcke einzuschlagen“, forderten die Macher der „Kulturhauptstadt Europas 2010“. Auf die Zentralstadt Essen kommt es an. Aber Essenerinnen und Essener sammeln nicht einfach nur so Titel, Orden und Plaketten. Hier will man wissen, was haben wir davon? Klar, der Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ ist eine Art Hebebühne. Eine Hebebühne für Ideen, wie wir in Zukunft leben werden, für Innovationen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen und für mehr Zusammenarbeit in der Region. Und das können wir alles gut gebrauchen.“