Eine Bühne für die Vielseitigkeit

Altenessen..  Bekanntes und Bewährtes, aber auch Neues – davon ist das Bühnenprogramm des ersten Halbjahres in der Zeche Carl geprägt. Das gilt für die Abteilung Kabarett und Comedy ebenso wie für den musikalischen Bereich.

„Wir legen Wert darauf, breit aufgestellt zu sein“, sagt Kornelia Vossebein, seit 2009 Geschäftsführerin der Auf Carl gGmbH. Aus der Breite ragen einige Spitzen heraus. „Zu den musikalischen Highlights des ersten Halbjahres gehört aus meiner Sicht das Terje Rypdal Trio“, so Vossebein. Wenn der 67-jährige Norweger am 22. Januar in Altenessen in die Saiten greifen wird, ist das sicherlich nicht etwas für jedermann, Freunde der Gitarren-Improvisation dürften aber auf ihre Kosten kommen.

„Wir wollen in erster Linie die Zeche Carl bespielen“, betont Kornelia Vossebein. Manchmal muss man aber ausweichen – der Künstler und der Zuschauer willen. So werden zum Beispiel das bereits ausverkaufte Zusatzkonzert von AnnaMay Kantereit (15. März) oder der Abend mit dem bekannten Comedian und Puppenspieler Michael Hatzius und seiner Echse (19. April) oder Marc-Uwe Kling mit Michael Krebs und Julius Fischer und Band (29. März) in der Weststadthalle stattfinden, die doppelt so viel Plätze hat wie die Zeche Carl.

Für einige Künstler ist es aber gerade das kleinere Ambiente, das sie anzieht. So wie Klaus Major Heuser, der am 20. März mit seiner Bandwieder zu Gast sein wird. Bandbreite und Internationalität verleihen dem musikalischen Programm Formationen wie das Alien-Ensemble (Indie Pop/10. Februar), Torpus & The Directors (Folk/16. April), Arena (Progressive Rock/2. April), Rabih Abou-Khalil Trio (Jazz und Weltmusik/16. Mai), Shantel & Bucovina Club Orkestar (Rock/3. Juni), Tour of Tours mit Honig, Tim Neuhaus, Jonas David, Town of Saints, Ian Fischer (Rock/24. Januar) oder Nguyen Le Fire & Water Trio (Weltmusik/8. März). „Manchmal muss man einfach Glück haben“, so Kornelia Vossebein. So wie bei Rabih Abou-Khalil. Der im Libanon geborene Komponist und Oud-Spieler kam der 16. Mai schlichtweg gelegen.

Aus der Abteilung „Wort“ machen im ersten Halbjahr einige Kaberett-Größen unterschiedlichster Richtung Station: Ingo Oschmann (1. Februar), Richard Rogler (5. Februar), Onkel Fisch (26. Februar) oder Gerd Dudenhöffer (29. Mai) – um nur einige zu nennen. Dass auch Wilfried Schmickler kommen wird, soll nicht unerwähnt bleiben. Sein Kaberettabend (20. Februar) ist schon ausverkauft.

Was auf der Bühne passiert, ist der „öffentliche“ Teil der Zeche Carl. „Uns ist wichtig, was im Stadtteil passiert“, erklärt Kornelia Vossebein. Bei den zahlreichen Kursangeboten sei für jeden etwas dabei.

Bekanntes, Bewährtes, aber auch Neues.