Einbrecher verursacht Stromausfall in Essen-Altendorf

Umspannwerke (im Bild: das Umspannwerk an der Westfalenstraße in Essen) sind gut gesichert. Ein Unbekannter verschaffte sich am Wochenende Zutritt in das Umspannwerk am Berthold-Beitz-Boulevard.
Umspannwerke (im Bild: das Umspannwerk an der Westfalenstraße in Essen) sind gut gesichert. Ein Unbekannter verschaffte sich am Wochenende Zutritt in das Umspannwerk am Berthold-Beitz-Boulevard.
Foto: Kerstin Kokoska
Was wir bereits wissen
Plötzlich war es in Essen-Altendorf dunkel: Weil ein Einbrecher Sonntagnacht im Umspannwerk wahllos Knöpfe drückte, fiel Strom in 2500 Haushalten aus.

Essen.. Um 23.43 wurde es Sonntagnacht in weiten Teilen Altendorfs dunkel: Ein bisher Unbekannter ist auf das Gelände des Umspannwerks am Berthold-Beitz-Boulevard eingebrochen und hat den Stromausfall verursacht. „Er hat in der Schaltzentrale wahllos auf Knöpfen herumgedrückt“, erklärt Gerd Starkmann, Sprecher des Betreibers Westnetz GmbH.

Betroffen von dem Stromausfall waren 2500 Haushalte, etwa an der Helenenstraße, der Westendstraße und am Berthold-Beitz-Boulevard. Sie waren bis 1.07 Uhr ohne Energie aus der Stockdose. „Dann waren wieder alle mit Strom versorgt“, sagt Starkmann.

Westnetz GmbH geht von Vandalismus aus

Der oder die nächtlichen Eindringling(e) haben auf dem Gelände auch massive Einbruchsspuren hinterlassen, sagt Polizei-Sprecher Peter Elke. Den Schaden kann der Betreiber zwar derzeit nicht beziffern. Fest steht, dass nichts gestohlen worden sei, sagt Strakmann, auch die Schaltanlage sei nicht beschädigt worden. Vielmehr hat der Täter aber mit einen Gullydeckel Klinken abgeschlagen, um auf das Gelände zu kommen und an dem Gebäude zudem eine Scheibe eingeschlagen, sagt Gerd Starkmann.

Energie Derzeit geht die Westnetz GmbH von Vandalismus aus, so ihr Verdacht. Zunächst habe gar Verdacht bestanden, dass der Stromausfall Alarmanlagen lahm legen sollte, um Einbrüche zu ermöglichen, sagt Strakmann, aber das habe sich nicht bestätigt. Ungewöhnlich sei der Fall ohnehin, so etwas sei zum ersten Mal passiert, sagt der Sprecher – und warnt vor allem, dass es lebensgefährlich sei, ein Umspannwerk überhaupt zu betreten.

Die Essener Kriminalpolizei ermittelt jetzt die Hintergründe. (we)