„Ein Tag für die Orgel“ soll die Kasse klingen lassen

Altenessen..  Die Investition von 410 000 Euro ist selbstverständlich eine große Herausforderung für die Gemeinde. Während sie selbst 90 000 Euro aus ihren Rücklagen nimmt, steuern die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche Deutschlands 10 000 Euro und der Kirchbauverein weitere 20 000 Euro hinzu. „Der Löwenanteil fehlt also noch“, stellt Ellen Kiener nüchtern fest. Sie und ihre Gemeinde setzen nun Hoffnung auf weitere Stiftungen, die 150 000 Euro einzahlen sollen.

Weitere 140 000 Euro möchten die Altenessener selbst durch Konzerte, Sponsoren, Spenden und verschiedene Aktivitäten der Kirchengemeinde aufbringen.

Eine Idee ist „Ein Tag für die Orgel“. So kann ein selbstgebackener Kuchen gegen eine Spende abgegeben werden, oder eine Steuerberater-Kanzlei gibt das Gehalt eines Tages für die Sanierung der Orgel. „Es hat auch schon jemand Mützen für uns gestrickt. Vorschläge haben wir also genug. Es ist für jedes Kind und jeden Erwachsenen etwas dabei“, wirbt die Pfarrerin um Mithilfe.

Auf die restaurierte, dann wieder im romantischen Stil und mit kräftigem Bass klingenden Orgel freuen sich jetzt schon zahlreiche Musiker. „Geeignete Organisten sind bereits jetzt schon ausreichend in der Bewerbungsschleife“, freut sich Rolf Suchalla, der den Kulturarbeitskreis in der Alten Kirche leitet. Er plant Anfang 2017 Orgelwochen zur Einweihung des Prachtstücks.

Zuvor jedoch setzt die Gemeinde ihre Kulturprogramm fort. So heißt es am Sonntag, 26. April, 17 Uhr: „Barockes trifft auf 20. Jahrhundert“, wenn die Philharmoniker ein Kammerkonzert aus Anlass des 140-jährigen Bestehens der Kirchengemeinde Altenessen geben.