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Stadion-Neubau

Ein RWE-Fan zwischen Wehmut und Träumen

10.08.2009 | 13:29 Uhr
Ein RWE-Fan zwischen Wehmut und Träumen

Essen. Stadt und RWE feierten den „Anstoß” zum Stadion-Neubau von Rot-Weiss Essen. Für RWE-Urgestein Lothar Dohr ein Tag mit gemischten Gefühlen. Die eine oder andere Träne gibt es bei der Abschiedsfeier schon. Dohr sagt aber auch: "Ohne neues Stadion kommen wir niemals auf die Füße."

Es ist seine Wohnung. Oder noch mehr. Wie viele Spiele er hier in den letzten 30, 40 Jahren verpasst hat? „Vielleicht eins, höchstens zwei. Und alle wegen Krankheit.” Darauf legt er wert. Muss man noch mehr sagen? Lothar Dohrs Leben, das ist die Hafenstraße, oder besser, das 70 Jahre alte Georg-Melches-Stadion, sein Stadion. Die wunderbarsten Pokalsiege hat er hier gefeiert, 1992 das 2:0 gegen Schalke, '94 das Halbfinale gegen TB Berlin, sich über jeden Aufstieg gefreut und gehofft, dass es diesmal besser laufen würde. Aber auch die schwärzesten Momente hat er erlebt, bis hin zum Abstieg in die 4. Liga. Der 59-jährige Fanbeauftragte von Rot-Weiß Essen, den sie in Bergeborbeck alle als „Schreck vom Niederrhein” kennen, wird sich von seiner „Wohnung” trennen müssen, das steht definitiv fest. Denn am Samstag war „Anstoß” für den Stadion-Neubau, nur einen Einwurf entfernt, und damit Abpfiff für den „alten Kabachel”, wie Dohr das alte „GMS” auch mal nennt.

Trennung mit Wehmut, nein, da wird er aus seinem Herzen keine Mördergrube machen, „das tut schon weh”. Ein paar alte Sitzbänke hat er sich gesichert, „irgendwas aus der Nordkurve” wird er zur Erinnerung noch mitnehmen. Die ein oder andere Träne wird das bei der Abschiedsfeier schon geben. Aber er weiß auch und das betont er immer wieder: „Das ist hier keinem Fußballfan mehr zuzumuten. Das sehen inzwischen alle RWE-Fans so: Ohne neues Stadion kommen wir niemals auf die Füße.”

Strahlende Gesichter

Da hat er wohl Recht. Und so schaut man am Samstagmittag um zwölf nur in strahlende Gesichter auf dem neuen Bauplatz, der an der Ecke abgerissene Westkurve / Nordkurve liegt. Mehrere hundert RWE-Fans haben sich gemeinsam mit der Lokalpolitik, mit den Projektsponsoren von RWE Rhein Ruhr und Sparkasse wenige Stunden vor dem ersten Spiel der neuen 4. Liga-Saison eingefunden zu diesem „großen Tag für RWE und die Stadt”, wie Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger in seiner Rede betont: „Ein Traum wird wahr.” Reiniger beschreibt noch einmal den langen, schwierigen Weg bis hin zum Baustart. Die ersten Bemühungen des Vereins um ein neues Stadion, die sportliche und finanzielle Talfahrt der Rot-Weißen, die letztlich den Verein fast in die Pleite und das Stadion-Projekt in weite Ferne rücken ließen, worüber er noch heute den Kopf schüttelt. Nein, „die Stadt musste das Heft in die Hand nehmen.” Im Verein mussten neue Strukturen her - Voraussetzungen für den Neubau.

Die „Besserwisser und Kritiker” fragt Reiniger: „Was wäre denn die Alternative gewesen? Alles verrotten lassen?” Allein eine neue Haupttribüne hätte 15 Millionen verschlungen. Ganz zu schweigen von den strengeren DFB-Auflagen für Stadien ab der 5. Liga. So nehme die Stadt 24 Millionen Euro in die Hand, bis 2011 acht Millionen pro Jahr, dazu die Sponsorengelder von Sparkasse (fünf Millionen) und des RWE-Konzerns (zwei Millionen). Das sei in diesen Krisenzeiten sicher nicht selbstverständlich, „aber man muss da auch mal die Relationen sehen”, sagt Reiniger. „Die jährliche Kreditrate der Stadt beträgt 33 Millionen Euro, wir tilgen jährlich 50 Millionen an Altkrediten, und aus dem Konjunkturpaket II erhalten wir 71 Millionen Euro.” Das verschaffe Luft. Was sind da schon 24 Millionen, möchte man fast fragen.

Der OB unterstreicht wohl auch deshalb den Werbe- und Imagewert eines (erfolgreichen) Fußballvereins für eine Stadt, „hier wird kein Luxus geschaffen, sondern die Voraussetzung für Profi-Fußball.” Aber darüber hinaus „hat das neue Stadion auch eine Bedeutung für die soziale Symmetrie in dieser Stadt.” Dies sei die Philharmonie des Nordens und „die Fußballfans haben einen Anspruch auf ein neues Stadion.”

Um aber auch gleich zu verdeutlichen, was parallel erfolgen sollte, das nämlich das Runde künftig möglichst häufig ins Eckige finden muss, dafür nimmt der Oberbürgermeister den ersten Anstoß persönlich vor, passt die Kugel zum neunjährigen Jason Ceka, U-11-Spieler in der RWE-Jugend, der als gelernter Stürmer das erste Tor auf dem schon mal aufgekreideten neuen Stadionplatz erzielt: „Ich werde noch mehr Tore schießen”, verspricht Jason.

„Dann kommt auch mal die Nationalmannschaft”

Da grinst auch Lothar Dohr: „Ach, das wird schon im neuen Stadion”, wischt er emotionale Bedenken beiseite. Ob er schon weiß, wo er zusammen mit dem harten Kern im neuen Rund stehen wird? „In der Ostkurve. Ist schon alles festgelegt.” In zwei Jahren will er dort 2. Liga-Fußball sehen, „dann wird gleich weitergebaut.” Und am Ende, wenn in der letzten Ausbauphase das 40 000 Zuschauer fassende Stadion steht, „dann kommt bestimmt auch mal die Nationalmannschaft. Und der FC Bayern oder der HSV nicht immer nur zum Training.”

Bis dahin ist es noch ein langer Weg, aber immerhin: mit 2:0 wurde gestern schon mal Kaiserslautern II geschlagen. Ein guter Tag für Lothar, seine Rot-Weißen und die neue Wohnung.

Hans-Karl Reintjens

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Kommentare
24.11.2009
11:51
Ein RWE-Fan zwischen Wehmut und Träumen
von curry | #55

Na ihr Träumer !!!!!!!

Wer ist denn nun verreckt ???

Muhahahahahahaha !!!!!!!! 1 . 0

14.08.2009
12:03
Ein RWE-Fan zwischen Wehmut und Träumen
von hsnevets | #54

Ich fahre aus Bochum bzw.jetzt Hattingen seit 34 Jahren nach RWE- und hier gibt es einige.Alleine
die Stimmung ist fast immer supergeil
seniorenhooligan

13.08.2009
17:13
Ein RWE-Fan zwischen Wehmut und Träumen
von vom niederrheiner 1907 | #53

# 52!

Da hast du zu100% recht!!!

Einmal Essen

Immer Essen!!!

Nur der RWE 1907!!

13.08.2009
17:06
Ein RWE-Fan zwischen Wehmut und Träumen
von rwefürimmer | #52

@ 44:
komisch ich kenne viele leute , die aus wesel oder recklinghausen nach essen fahren und zwar zum rwe .

ich weiß gar nicht , was das alles soll .
von wegen rwe verrecke ich sag nur 85000 beim ersten spiel und das in der 4.liga also bitte .die,die meinen rwe sei tot oder verreckt sei gesagt :hat euer verein in der 4 .liga 8500 fans ???
glaubt mir , wenn bvb da wäre wo rwe jetzt ist dann kämen nicht mal 5000 .
nach all den jahren sind 8500 schon sehr viel.
aber gegen schalke 2 kommen noch mehr .
beispiel: oberhausen , die spielen ziemlich erfolgreich in der 2 .liga und haben 5800!!!! zuscahuer .und jetzt kommt nicht mit essen ist ja 5mal größer das ist unsinn .
siehe hoffenheim ist der erfolg da kommen auch die leute .
ist er nicht da kommen die leute . aber nur zum rwe .
ganz ehrlich ? scheißt auf die neider & hasser rwe bekommt ein neues stadion und basta . damit ist die voraussetzung für den erfolg da , denn mit nem neuem stadion kann man gute spieler auch mal überzeugen aber das wollen manche hier nicht verstehen .

glückaufRWE
gruß rwefürimmer

13.08.2009
17:02
Ein RWE-Fan zwischen Wehmut und Träumen
von vom niederrheiner 1907 | #51

Und noch was !!

Todgesagte leben

Laenger!!!


Glückauf!!

RWE 1907!!

13.08.2009
16:48
Ein RWE-Fan zwischen Wehmut und Träumen
von vom niederrheiner 1907 | #50

ZU #44&47!

Erst mal ich komme nicht aus Essen!!

Und?

Bin trozdem Rot-Weisser !

Wir werden auch viel spaß haben ,
auf Schlacke !
Hoffe du bist auch da . Da kannst du mal
sehn welcher Verein Verrecken soll!!
DU SPINNER!!

Also bis Montag!!

Nur der RWE 1907!!!

12.08.2009
11:20
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #49

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.08.2009
00:02
Ein RWE-Fan zwischen Wehmut und Träumen
von rwe1980 | #48

Hallo bin mal wieder da....hab gehört das einer unter mein alten Name rwe80 schreibt.Finde ich nicht gut,hat mir mein Kollege gesagt.Also unterlass das bittte.

11.08.2009
17:51
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #47

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

11.08.2009
10:07
Ein RWE-Fan zwischen Wehmut und Träumen
von stephan... | #46

es steht an jeder ecke
DER RWE VERRECKE!!!!

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