Ein Rundgang zwischen Porträt und Pop-Amok

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Ein Thema für alle? Keine leichte Aufgabe bei 30 unterschiedlichen Persönlichkeiten, Positionen, Techniken. Und deshalb hat sich der Ruhrländische Künstlerbund (RKB) für seine neue Ausstellung die Freiheit genommen, weder Thema noch Titel vorzugeben. Rund 30 Künstler sorgen im Forum für Kunst & Architektur am Kopstadtplatz für eine ebenso lebendige wie vielseitige Begegnung mit Fotografie, Malerei und Installation. Vielfalt auf hohem Niveau, die sich über die Stadtgrenze hinaus herumgesprochen hat. Derzeit stehen RKB-Anwärter von Berlin bis Düsseldorf auf der Warteliste. Alte Bekannte und neue Namen sorgen für ein anregendes Nebeneinander der Stile. Mareile Leyhes hauchzarte Aquarelle geben den „Frauen im Bazar“ schemenhafte Leuchtkraft, während Claudia Buchs haptischer Wachs-Wirsing wie frisch aus dem Regal grünt.

Dagmar Schenk-Güllichs farb- und ausdrucksintensive Porträts stehen im anregenden Kontrast zu Alexander Heckerts „Pop-Amok“, dessen farbenfroh wie bedrohlich wirkende Bilder eine menschenverschlingende Maschinerie von Krieg und Konsum thematisieren. Andreas Pieron hat Kollegen von Dietmar H. Jäckel bis Jörg W. Schirmer ins Großbild-Visier genommen, während Schirmers mächtige Fußbilder diesmal noch zentralere Körperteile ins Licht rücken. Jörg Meuser schafft Großes im Kleinen. „Mars Attack“ passt in ein Yves-Klein-Blau bestäubtes Kästlein.