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Ein neues Gesicht für Essens Messegelände - Zuschlag für Düsseldorfer Architektenbüro

25.10.2012 | 08:00 Uhr
Ein neues Gesicht für Essens Messegelände - Zuschlag für Düsseldorfer Architektenbüro
Den Wettbewerb für den Teil-Neubau des Messegeländes in Essen hat das Düsseldorfer Architektenbüro „slapa oberholz pszczulny“ gewonnen.Foto: Hans-Joachim Wuthenow, Berlin

Essen.   Den Architekten-Wettbewerb für den Teil-Neubau des Messegeländes hat das Düsseldorfer Büro „slapa oberholz pszczulny“ für sich entschieden. Und alle freuen sich – nicht nur, weil die Jury einstimmig votierte. Der Startschuss für den Baubeginn soll im Herbst 2013 fallen.

Die schönsten Geburtstagsgeschenke macht man sich am besten selbst, und seit Dienstagabend steht fest: Wenn die Messe Essen im kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag f eiert, bekommt sie einen lang gehegten Wunsch erfüllt, der schon jetzt das Herz aller Beteiligten höher schlagen lässt.

Denn aus zuletzt sieben architektonischen Entwürfen für den Teil-Neubau des Ausstellungs-Komplexes hat eine hochkarätig besetzte Jury einstimmig jenen Sieger gekürt, der dem internationalen Marktplatz und Wirtschaftsförderungs-Motor an der Norbertstraße ein neues Gesicht geben wird: Drei großformatige rechteckige Hallen – verbunden durch flexibel nutzbare Trakte – und eine vierte keilförmige dazu, ein Kongress-Zentrum mit fünf Sälen, ein großzügiges verglastes Foyer, eine in Teilen verglaste Kolonnade zum Grugapark und ein weit auskragendes Dach in Richtung Grugaplatz – mit diesem Entwurf machte das Düsseldorfer Architektenbüro „slapa oberholz pszczulny“ das Rennen und heimste den mit 129.000 Euro dotierten ersten Platz des Architekten-Wettbewerbs ein.

Kein Streit, nirgends

Es war, so lobte der Vorsitzende der Wettbewerbs-Jury und einstige Präsident des Bundes Deutscher Architekten, Kaspar Kraemer, ein Sieg mit deutlichem Vorsprung, denn ein 2. Platz wurde nicht vergeben. Den dritten Rang teilen sich die Büros „HPP“ aus Düsseldorf und „Hascher Jehle“ aus Berlin.

Messe Essen
Die Messe-Halle am Grugapark

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Die Vorfreude auf ein gelungenes neues Gesicht für das teils abgenutzte und kaum noch vermarktbare nördliche Messe-Gelände wog umso mehr, weil von einem Streit zwischen Architekten und Politik à la Thurmfeld diesmal nichts zu spüren war, im Gegenteil: Das Jury-Votum fiel einstimmig aus, und Oberbürgermeister Reinhard Paß lobte genauso wie Messe-Chef Frank Thorwirth eine städtebauliche Figur, die nicht nur die wirtschaftlichen Interessen der Messe berücksichtigt, sondern auch „den größtmöglichen Respekt vor der Umgebung“ dokumentiert.

Der Grugapark, so der OB, das sei ja schließlich „das emotionale Herz unserer Stadt“. Und die Debatte um die Frage, in welchem Umfang ein Messe-Neubau in das Gruga-Gelände hineinragen darf, hatte vor Jahren schon einmal die Entscheidung für den seit langem diskutierten Messe-Ausbau auf Eis gelegt.

Eine große Herausforderung

Jetzt freuen sich alle auf einen Um- und Ausbau, der in den fünf Jahren von Herbst 2013 bis Sommer 2017 die alten Hallen 4 bis 12 durch Neubauten ersetzt. Dass dies mit dem verfügbaren und gedeckelten Budget von 123 Millionen Euro machbar ist, versprach man sich noch einmal gegenseitig, obwohl Jurek Slapa vom siegreichen Architektenbüro einräumt: „Das war schon eine sehr große Herausforderung für uns.“

Bis zum Jahresende sollen die erforderlichen Verträge mit den Architekten ausgehandelt sein, danach schließen sich die Detailplanungen an. Baubeginn soll im Herbst 2013 sein, und dann kommen anstrengende Jahre auf alle Beteiligten zu: Abriss und Neubau finden schließlich parallel zum Messe-Geschäft statt.

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Kommentare
26.10.2012
00:19
Ein neues Gesicht für Essens Messegelände - Zuschlag für Düsseldorfer Architektenbüro
von schriftsetzer | #6

#3
Sie sollten sich mal die Planungsunterlagen nsehen. Dann sähen Sie, dass zwei sogen. Verflechtungsgebiete gibt, die mit ausgeschrieben wurde. Ost =...
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2012-10-25 08:00
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