Ein Modell für andere Stadtteile

Mit dem geplanten Rewe-Markt soll Karnaps Zentrum einen Vollsortimenter statt eines Discounters erhalten.
Mit dem geplanten Rewe-Markt soll Karnaps Zentrum einen Vollsortimenter statt eines Discounters erhalten.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Nach Angaben des EBB-Fraktionsvorsitzenden Udo Bayer hat sich die Rewe-Handelskette mit dem Investor Ten Brinke geeinigt und wird das geplante Einkaufszentrum in Karnaps Mitte nach der Fertigstellung bespielen.

Essen.. In Essens nördlichem Stadtteil steht der Wiederbelebung des Zentrums nun nichts mehr im Wege: Nach Angaben des EBB-Fraktionsvorsitzenden Udo Bayer hat sich die Rewe-Handelskette mit dem Investor Ten Brinke geeinigt und wird das geplante Einkaufszentrum in Karnaps Mitte nach der Fertigstellung bespielen. Die Verträge für das Sieben-Millionen-Projekt seien jetzt unterzeichnet. Sollte es bei der Bauplanung zu keinen weiteren Verzögerungen kommen, könnte Rewe im Herbst 2013 eröffnen. Eine Bauvoranfrage liegt laut Stadt bereits vor.

Da die Politik dem Verkauf der städtischen Grundstücke am Markt mit der maroden Schul-Turnhalle im Mai zugestimmt hat, muss das Projekt nur noch die technischen Hürden nehmen. Mit dem Inhaber verschiedener Immobilien an der Karnaper Straße war sich Ten Brinke bereits im Vorfeld einig geworden, zum Kaufpreis will man sich nicht äußern.

"Hochzufrieden"

Die Stadt erhält für ihre Grundstücke (2800 Quadratmeter) eine Ersatzturnhalle am Sportplatz Lohwiese, die Ten Brinke bauen wird. Die Kosten dürften hier bei knapp 700.000 Euro liegen. „Wir sind mit der Lösung hochzufrieden“, sagte gestern EBB-Chef Udo Bayer. „Unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, wir bekommen einen Vollsortimenter nach Karnap, und keinen Discounter. Das wird den Stadtteil spürbar beleben.“ Karnap könne damit zum Modellfall für andere Stadtteil-Zentren werden.