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Interview

"Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt"

16.07.2011 | 19:49 Uhr

Essen.   Mit seinem Bekenntnis für ein Welcome-Center hat der OB nicht nur langgediente Verwaltungsmitarbeiter, sondern auch Wegbegleiter in der Politik überrascht. Ein Anlass für die NRZ, mit dem selbsternannten Ideengeber, Burak Copur (Grüne), zu sprechen.

Mit seinem klaren Bekenntnis für ein Welcome-Center hat der Oberbürgermeister in der jüngsten Ratssitzung nicht nur langgediente Verwaltungsmitarbeiter, sondern auch Wegbegleiter in der Politik überrascht. Ein Anlass für die NRZ, mit dem selbsternannten Architekten und Ideengeber der neuen Anlaufstelle, Ratsherr Burak Copur (Grüne), zu sprechen.

Was bedeutet es Ihnen, dass der OB das Thema Zuwanderung sozusagen zur Chefsache erklärt hat?

Burak Copur: Die Befürwortung eines Welcome-Center durch den OB ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt mit Internationalität. Dass er nun das Thema zur Chefsache macht, wird der Gründung eines Welcome-Centers hoffentlich einen starken Schub geben. Mit dem Welcome-Center würde Essen in ganz NRW eine Vorreiterfunktion übernehmen.

Es ist ein Novum, dass der OB das Thema „Talente, Hochqualifizierte und Willkommenskultur“ in einer Rede zur Programmatik der Stadt Essen erhebt.

Copur: In der OB-Rede habe ich mich oft selbst gehört. Das „Copyright“, diese Themen frühzeitig auf die Agenda des Rates gesetzt zu haben, liegt ganz klar bei den Grünen. Ich sehe die OB-Rede daher als einen großen Verdienst der Grünen, aber auch als persönlichen Erfolg an. Seit meinem Einzug in den Stadtrat im Jahr 2004 wurde ich nicht müde, öffentlich zu betonen, wie wichtig Integration als weicher Standortfaktor für eine Metropole ist.

Was heißt das?

Copur: Es gibt drei Kriterien, die zum wirtschaftlichen Erfolg einer Stadt beitragen: der Anteil der Wissenschaftler und Künstler, der Anteil der Homosexuellen und der der Migranten. Je intellektueller, multikultureller und homosexueller eine Stadt ist, desto toleranter und damit wirtschaftlich erfolgreicher ist sie. Die Wirtschaft investiert dort, wo sich die besten Köpfe willkommen fühlen. Nehmen Sie zum Beispiel Köln, Hamburg, London, Amsterdam oder New York.

Was sind die Konsequenzen aus der OB-Rede?

Copur: Den richtigen Worten müssen jetzt konkrete Taten folgen. Die Strategie einer „Stadt der Talente“ muss jetzt auf allen Ebenen der Stadtverwaltung durchbuchstabiert werden. Die erste Gehübung für eine neue Willkommenskultur in Essen ist die Einbürgerungsfeier . Dazu möchte ich mich bei dem Leiter des Einwohneramtes und den Mitarbeitern der Ausländerbehörde herzlich bedanken. Das kann aber nur der Anfang sein, denn wir sind aufgrund des demografischen Wandels zukünftig auf jedes potenzielle Talent – egal welcher Herkunft – angewiesen. Das zeigt insbesondere noch einmal der alarmierende Bildungsbericht der Stadt Essen.

Jörg Maibaum

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Kommentare
17.07.2011
19:36
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt
von sulzbacher1 | #11

ich sage doch alles großer unsinn
aber es gibt immer herrschaften die sich
mit ruhm be... usw die herren können
nach hause gehen wie gesagt nach hause gehen

17.07.2011
11:47
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt
von Lolarennt | #10

Gut, dass wir diesen bescheidenen und zurückhaltenden Herrn Copur haben, der es immer schon besser wusste und die Integrationsarbeit in Essen erfunden hat (was haben die Ratspolitiker eigentlich vor seinem Erscheinen gemacht? Das Interkulturelle Konzept gabs damals schon, wie auch die RAA - konnten die überhaupt arbeiten?). Nachdem der Oberbürgermeister ihn endlich verstanden hat, kann Herr Copur sich endlich seinem zweitliebsten Thema voll zuwenden: Dem Meckern über EMG und EWG.

16.07.2011
22:17
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt
von Antidiskriminierung | #9

Die Welcome-Center Idee stammt nicht von den Grünen und auch nicht von Herrn Copur! Herr Copur hat lediglich in der Vorperiode des Integrationsrates ( Integrationsbeirat ) diesen Wunsch und ein solches Bedürfnis, welches von einem Mitglied per Antrag bzw. Anträge eingebracht wurde, an sich genommen und nachdem etwas Gras darüber gewachsen war, etwas umformuliert und nun will der Liebe sich damit schmücken.

Schämen Sie sich Herr Copur! Und auch Sie Herr Maibaum, sollten sich schämen, denn eine gute journalistische Arbeit sieht anders aus! Ausser man ist eventuell nicht neutral und ergreift Partei, dann ist die Arbeit gut! Seien Sie bitte in Ihrer Berichterstattung nicht einseitig und überprüfen Sie bitte auch die Informationen, die Ihnen bereits vorher vorgetragen bzw. angeboten wurden!

Zu Ihrer Info Herr Maibaum; noch vor ein paar Wochen konnte man in der Internetseite der Stadt Essen, die Protokolle der jeweiligen Sitzungen des Integrationsrates einsehen. Jetzt nicht mehr! Man hätte ja ansonsten nachlesen können, dass die Idee eines Welcome- Centers vor Jahren bereits im Integrationsbeirat als Bedürfnis der Migranten eingebracht wurde! 2 Anträge waren es, der eine Antrag stellte das Bedürfnis einer zentralen Anlaufstelle dar und der andere Antrag forderte eine zentrale Beratung bzw. Richtungszeigende Hotlinenummer für Migranten ein. Damals hat keinen das interessiert (Herr Copur saß mit in diesem Gremium!!). Jetzt verstehen wir warum nicht. Herr Copur, dass war keine gute Vorgehensweise von Ihnen. Vor allem nicht in der jetzigen Zeit, wo Sie Ihre Doktoarbeit schreiben!

16.07.2011
19:33
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt
von Rabenvater | #8

In der OB-Rede habe ich mich oft selbst gehört. Da leidet wohl jemand unter Profilneurose. Manche Menschen sollten sich etwas weniger wichtig nehmen!

16.07.2011
19:28
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt
von NiewiederDiktatur | #7

@ 5
Nicht drüber Nachdenken. Machen!
Ich bin vor 3 Jahren weggezogen. Die Beste Entscheidung meines Lebens.

16.07.2011
14:53
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt
von Lieber_Essen_als_trinken | #6

Da sich Wissenschaftler mehr aus Essen zurückziehen als hierhin tzu strömen, bleibt nicht mehr viel über: Der gewünschte Weg in die Zukunft sind also schwule arabische Maler?

Fast also alles wie bisher, Graffiti soll ja auch Kunst sein. Haben wir also alles schon, können wir uns das Geld für ein Welcomecenter sparen.

Hätte Herr Copur sich ernsthaft mit den Möglichkeiten befasst, die bereits hinsichtlich des Zuzuges von geeigneten Migranten zum Zwecke spezialisierter Berufe etwa bestehen, hätte er seinen populistischen Vorschlag für sich behalten können. Der profillose OB hätte nicht auf einen Zug aufspringen müssen, der nur von wenigen wirklich gutgeheissen wird und man hätte am Ende sogar noch eine weitere unnütze Investition weniger gehabt.

Na ja, hat nicht sollen sein.
Wann sind Wahlen?

16.07.2011
14:53
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt
von maribe2411 | #5

Ich glaub es nicht!Langsam wird es Zeit, darüber nachzudenken, aus Essen wegzuziehen.

16.07.2011
14:42
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt
von onkelfranky | #4

was heißt Welcome Center eigentlich auf arabisch? Ist doch eh in 10 Jahren unsere Amtssprache! Deutschland schafft sich ab!

16.07.2011
12:05
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt
von dietergoebler | #3

Mit seinem Bekenntnis für ein Welcome-Center hat der OB nicht nur langgediente Verwaltungsmitarbeiter, sondern auch Wegbegleiter in der Politik überrascht.
...und auch die Essener Bürger , die sich gerne ein Willkommen in Essen vorstellen können!
Warum muss dieses Aber in englisch geschehen?
Ist eine deutschsprachige Integration nicht erwünscht??
Willkommen heißen kann man nur in der eigenen Landessprache alles andere ist aufgesetzt!
Der OB sollte sich nicht von der Viererbande bestimmen lassen!
d.g.

16.07.2011
11:07
Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Großstadt
von sulzbacher1 | #2

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