Ein „Friedensplan“ der Kleingärtner in Essen - runder Tisch soll helfen
14.06.2012 | 10:02 Uhr 2012-06-14T10:02:00+0200
Essen. Die Geschichte kennt viele Friedenspläne. Die meisten dürften gescheitert sein. Im Konflikt zwischen dem Stadtverband der Kleingartenvereine und der Stadtverwaltung um die Zahlung von Straßenausbaugebühren hat nun auch Verbandschef Heinz Schuster einen Friedensplan vorgelegt.
Nein, nein, Essens oberster Laubenpieper schlägt nicht etwa vor, zur Deeskalation Hecken zu stutzen und Gartenzäune einzureißen. Schusters bemerkenswerter Vier-Punkte-Plan liest sich im Wortlaut so:
- Phase I: „Man setzt setzt sich an einen großen runden Tisch und trägt (ohne Diskussion) alles vor.
- Phase II: Jeder arbeitet für sich, was er in Phase III vorschlagen kann.
- Phase III: Man setzt sich zusammen und schlägt vor, was machbar ist.
- Phase IV: Nach einer Bedenkzeit von etwa vier Wochen stimmt man einem Schlusstreffen zu oder auch nicht.“
Die Verantwortlichen beim städtischen Eigenbetrieb Grün & Gruga ließ der „Schuster-Plan“ ratlos zurück. Wenn dieser „Friedensplan“ eines dokumentiert, dann ist es Sprachlosigkeit.
Von einem Durchbruch weit entfernt
Zu einem ersten Sondierungsgespräch haben sich die Streitparteien inzwischen aber an einen Tisch gesetzt. Soviel sei vorweggenommen: Von einem Durchbruch sind sie mehr als eine Parzellenbreite weit entfernt.
Vertreter des Amtes für Straßenbau und Verkehrstechnik und von Grün & Gruga hätten noch einmal deutlich gemacht, dass die Stadt dem Stadtverband der Kleingartenvereine jährlich 25.000 Euro für besondere Härtefälle zur Verfügung stelle wie im 2008 geschlossenen Kooperationsvertrag vereinbart, so Bernd Schmidt-Knop, zweiter Werkleiter des Eigenbetriebes. Dieses Geld könne der Stadtverband sehr wohl für die in Rede stehenden Straßenerneuerungskosten aufwenden, was die Gegenseite kommentar-, aber auch widerspruchslos entgegen genommen habe. (Phase I: „ohne Diskussion“!)
Was den Konflikt um die Bunten Gärten in Katernberg angeht, denen der Stadtverband gekündigt hat, will Schmidt-Knop Verhandlungsbereitschaft erkannt haben. Heinz Schuster war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Nicht gerade als Zeichen des guten Willens wertet Schmidt-Knop indes, dass Grün & Gruga für den Verbandstag der Kleingartenvereine am Freitag erstmals nicht als Gast eingeladen worden sei. Für Ende Juli haben die Streitparteien eine weitere Verhandlungsrunde vereinbart. Phase III des Friedensplanes?

16:42
Essener Kleingärtner, jagt endlich diesen unsäglichen Herrn Schuster vom Verbands-Hof, der macht den ganzen Laden kaputt und verspielt den noch übrig gebliebenen kleinsten Vertrauensanteil der Essener Laubenpieper. Wach werden, es ist bereits "nach Zwölf"!
10:31
Herr Schymiczek kann einem Leid tun, ewig hinter dem selbsternannten Kleingartenfürsten Schuster hinterher telefonieren zu müssen um eine Stellungnahme zu bekommen. Sagen wir er eh nichts. So lange wie EBB (Essener Bürger Bündnis) Mitglied Schuster Vorsitzender des Kleingartenverbandes ist und die engagierten Mitarbeiter von "Grün & Gruga" öffentlich beschimpft, wird es keine Lösung geben. Hilfe bringt nur eine Abwahl Schusters und eine Neuaufstellung des Verbandsvorstandes. Die Zeit zum Handeln ist überreif!
20:28
Da gibt es nichts zu verhandeln, Eigentümer ist Eigentümer und muß zahlen. Wenn einer knapp bei Kasse ist kann ja die Gemeinschaft zusammenlegen.
19:49
In unserer Gartenanlage laufen schon Wetten, dass die Quellen in denen die "Härtefall- gelder" versickert sind niemals bekannt werden.
Es wurde nicht nach moralischen Gesichtspunkten, sondern nach persönlichem "Gefallen" verteilt.
Wo die gesamten Gelder hinfliessen, weiss außer Schuster kein Mensch.
Von Moral ist der Stadtverband so weit weg, wie die Kuh vom fliegen.
( Siehe "Bunte Gärten" )