Wirtschaft
Ein Drittel weniger Lohn
03.09.2010 | 18:48 Uhr 2010-09-03T18:48:00+0200
Die neue rot-grüne Landesregierung erhöht den Druck auf den Vorstand des Universitätsklinikums Essen, die seit drei Jahren existierende Praxis schrittweise zu beenden, Leiharbeiter zu deutlich niedrigeren Löhnen zu beschäftigen.
Schriftlich hat NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) nach Angaben seines Ministeriums die Klinikleitung aufgefordert, die betroffenen Arbeitnehmer schrittweise wieder als normale Beschäftigte einzusetzen. Große Hoffnung setzt die Klinikbelegschaft auch auf den neuen Vorstandschef und Ärztlichen Direktor, Prof. Eckhard Nagel, der seit wenigen Tagen im Dienst ist.
Seit Anfang 2007 werden nach Darstellung des Klinik-Personalrates zunehmend mehr Leiharbeitnehmer im Labor, im Schreibdienst, als Fahrer, Sekretärin, Schreiner und OP-Besteck-Sterilisationsassistenten eingesetzt. Diese sind bei der dafür eigens gegründeten, Klinik-eigenen Personalservicegesellschaft (PSG) eingestellt und werden ans Uniklinikum ausgeliehen. Sie erhalten im Schnitt einen um ein Drittel geringeren Lohn und weniger Urlaub.
„Der Betriebsfrieden am Uniklinkum ist seitdem dahin: Da üben Menschen nebeneinander dieselbe Tätigkeit aus, werden viel schlechter bezahlt und müssen auch noch Heiligabend Urlaub nehmen“, kritisiert Personalrats-Vize Stephan Gastmeier die Geschäftspolitik der Vorstandsspitze.
In der Praxis gibt es extreme Fälle am Klinikum. „Die Leute, mit denen ich arbeite, verdienen das Doppelte, obwohl ich die gleiche Arbeit mache. Ich bekomme nur 7,87 Euro pro Stunde. Da bleiben netto 940 Euro“, erzählt ein 31-jähriger, der OP-Instrumente desinfiziert, damit Patienten nicht an Bakterien neu erkranken.
Bisher hatten die Klinikleitung und der Klinik-Aufsichtsrat die Ausgliederung von Beschäftigten in eine Leiharbeitsfirma mit wirtschaftlichen Kostengründen gerechtfertigt. Dies sei eine Maßnahme, die „die Beschäftigung und Qualität“ der Uniklinik sichere, hieß es. „Die Personal Service GmbH ermöglich es, dem ständig steigenden Kostendruck im Gesundheitswesen kosteneffektiv entgegenzuwirken und eine gute Versorgung der Patienten sicherzustellen“, meint Klinik-Sprecher Burkhard Büscher.
Der Personalrat glaubt dagegen nicht, dass sich dieses Geschäftsgebaren für die Klinik auszahlt: Hohe Fluktuation der Leiharbeiter, der gestörte Betriebsfrieden, mehr Arbeitsgerichtsprozesse und der Schaden für den guten Ruf der Klinik kosteten viel Geld.
Arbeitsminister Schneider bezweifelt nicht, dass die Praxis rechtlich erlaubt ist. Er wirft der Klinik aber Missbrauch der Intention des Leiharbeiter-Gesetzes vor, in dem die Klinik Stammbelegschaften systematisch ersetze. „Hier findet ein schleichender Prozess statt, der gestoppt werden muss. Es ist es legal, was dort passiert. Aber es ist eben nicht legitim“, sagte er im Landtag.
Vom Bund verlangt Schneider eine Reform des Leiharbeitergesetzes. Direkt eingreifen kann die Landesregierung aber an der Uniklinik nicht, obwohl diese stark von öffentlichen Steuergeldern abhängig ist: Das Hochschulfreiheitsgesetz der schwarz-gelben Vorgängerregierung weist der Uniklinik die Handlungsmacht ohne politischen Einfluss zu.

09:35
Eure Armut und Jammerei kotzt mich einfach an!
22:58
(10 von joker 48)Die dümmlichen Argumente sollte er sich beim Abendgang zum WC auf seine Papierrolle schreiben und weg spülen zu anderem sind seine Äußerung nicht zu gebrauchen!!!
22:58
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19:04
Sozialneid spielt sich nur im Kopf ab, und zwar derer, die im Leben mehr Glück hatten als andere und nun glauben, andere verunglimpfen zu dürfen.
Indes: irgendwann erwischt es jeden...
14:51
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14:00
Zu dem 4.u.6 Bericht (joker 48 ) gibt es ein Sprichwort das dieser Herr auch in Kindertagen schon gelernt hat Dumm,Dümmer am Düm........aber das letzte Wort ist für diese Person zu gelinde ausgedrückt.Unsere ehemaligen regiernde Politiker haben solch ein Tun und Handeln,Tor und Türgeöffnet.Heute sitzen diese Herren auf gut dotierten Posten bei denen für die sie reichlich Vorteile geschaffen haben.Nach wie vor halte ich es gelinde ausgedrückt für eine Schweinereiwie mit den Menschen in der heutigen Zeit umgegangen wird von solch einem Schreiber(2.4.u.6 von joker )Unterstützung bekommen.Die Regeln für solche Praktiken haben unsere Politiker zu verantworten.Beste Beispiel Herr Gabriel beim Rententhema.Der Bürger sollte letztendlich über seinen Schatten springen und öfters mal so handeln wie unsere französischen Nachbarn!!!!
12:15
Hat Helmut Schmidt damals dieses Drittel gemeint, als er sagte, dass die Löhne zu hoch seien?
08:23
Minister Schneider ist der Ansicht, dass die Vorgehensweise rechtlich erlaubt sei; ja, leider, da die große Koalition aus SPDCDUGRÜNEFDP dies durchgesetzt haben. Trotzdem müsste Schneider für Mehrheiten (auch Ist in seinem Laaden) kämpfen, diese unchristliche und unmenschliche Praxis wieder zurück zu drehen.
Erschreckend, dass sich das Klinikum auch auf diakonische Einrichtungen beruft, die bewusst die gleiche Praxis anwenden.
Ist der Vorstand auch geliehen?
23:27
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23:02
Hallo Pisazwerg,
mit solchen Affen ( A.....öchern darf man ja nicht schreiben) solltest Du dich gar nicht abgeben.Der heißt wahrscheinlich Clement, Hundt, Westerwelle, Kannegiesser oder Sinn und hat daher nur einen sehr begrenzten Horizont, der allerdings heute als non plus ultra gehandelt wird. Wenn er in der Schule aufgepaßt hätte, müsste er auch wißen dass mann müßen und die anderen Worte mit SS schreibt. IHABE immer aufgepaßt.... bin schon etwas ÄNGER im Ruhestand....HOHLBIRNE. Aber in Deutschland haben halt nur sich selbst überschätzende Dummköpfe das Sagen. Muss ja ne Bombenstellung gewesen sein - wahrscheinlich ALLEINUNTERHALTER sonst wären die schon richtig mit Herrn von und zu joker 48,5 umgegangen.