Ein buntes Scheunenfest fürs neue Spatzennest

Sie organisierten die Spendenaktion zugunsten des Spatzennests (v.l.): Julian Frielingsdorf, Verena Frielingsdorf und Julia Priebe mit Lea.
Sie organisierten die Spendenaktion zugunsten des Spatzennests (v.l.): Julian Frielingsdorf, Verena Frielingsdorf und Julia Priebe mit Lea.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei der Charity-Aktion „Montino Men’s Fashion Event“ in der Scheune von Bauer Kammesheidt kamen 500 Euro für den Neubau der Notaufnahme des Kinderschutzbundes an der Zweigstraße in Borbeck zusammen.

Essen.. Es sind die Ideen für die gute Sache, die zählen und sich am Ende auszahlen: Verena und Julian Frielingsdorf, Inhaber der „Montino“ Textilhandels GmbH mit Sitz in Krefeld, machten sich auf nach Essen – in eigener Sache und für das neue Spatzennest, die geplante zweite Essener Notaufnahme des Kinderschutzbundes in Borbeck. Bei einer Charity-Aktion in der Festscheune von Bauer Kammesheidt, der die Veranstaltung in Schuir nach Kräften unterstützte, kamen am Ende 500 Euro für das wichtige Projekt zum Schutz von misshandeltem, missbrauchtem und verwahrlostem Nachwuchs zusammen.

„Wir überlegen, die Summe aufzustocken“, sagte Verena Frielingsdorf, die bereits eine Fortsetzung plant: Im Herbst soll an gleicher Stelle die neue Wintermode des Unternehmens präsentiert werden. Nach jedem verkauften Hemd, Würstchen und Getränk klingelt’s dann wieder in der Spendenkasse des Spatzennests. „Eine solche Einrichtung ist unglaublich wichtig“, sagt Verena Frielingsdorf: „Das Thema Gewalt gegen Kinder wird viel zu oft ausgeblendet.“

Schutz für kleine Kinder

Dabei ist die Not groß: Rund 80 junge Essener finden mittlerweile jährlich Schutz in der bereits existierenden Notaufnahme an der II. Schichtstraße in Altenessen. Gleichzeitig müssen jedes Jahr rund 100 Anfragen nach Schutz und Aufnahme abgelehnt werden, da freie Plätze für die Kleinen fehlen. Zudem wird der Nachwuchs, der geschützt werden muss, zunehmend jünger. Immer häufiger ist das Spatzennest deshalb Zufluchtsstätte für Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter.

An der Borbecker Zweigstraße sollen künftig besonders kleine Kinder Schutz und Aufnahme finden. Die Architektur und das pädagogische Konzept der Einrichtung orientieren sich an den besonderen Bedürfnissen dieser Altersgruppe. Dazu zählen neben einem großzügigen Wohnbereich und den Kinderzimmern eine eigene Therapieabteilung. Da die Aufnahme eines Kindes nach einer akuten Krisensituation nicht selten in der Nacht notwendig wird, steht künftig ein Einzelappartement zur Verfügung, das eine enge Betreuung durch eine Mitarbeiterin ermöglicht, damit der junge Mensch ankommen und Ruhe finden kann.

Liebe NRZ-Leserinnen und -Leser: Unterstützen auch Sie den Bau des neuen Spatzennests. Auf Wunsch berichten wir über Ihr Engagement. Die NRZ-Aktion läuft weiter.