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Altenessen.

Ein bisschen autobiografisch

03.09.2014 | 00:24 Uhr
Ein bisschen autobiografisch

Altenessen. „Ich habe schon so viel erlebt in meinem Leben, da könnte ich glatt ein Buch drüber schreiben.“ Möglicherweise kam schon vielen Menschen diese Idee – Daniel Fabian Fricke setzte diesen Gedanken aber tatsächlich in die Tat um. Es hat zwar ein paar Jährchen gedauert, aber nun ist sein erstes Werk mit dem Titel „Nahtlos leben“ auf dem Markt. Zwar nicht gedruckt und gebunden, aber dafür ist es als E-Book bei allen großen Buchhändlern erhältlich.

Ob das Werk denn auch tatsächlich eine Biografie des Altenesseners ist? Nein, nicht ganz. In der Geschichte über den jungen Daniel, der als Koch nach Amerika geht und dort ein ziemlich turbulentes Leben führt, fließen ein paar eigene Erfahrungen und Erlebnisse mit ein, einige sind aber auch völlig frei erfunden. Vorname und Berufsausbildung sind jedenfalls identisch, denn auch Daniel Fricke ist gelernter Koch und verdiente sich viele Jahre sein Geld in diversen Küchen namhafter Restaurants. Es folgte ein Job als Berufsoffiziersanwärter bei der Bundeswehr, anschließend wurde der gebürtige Velberter Beamter im Justizdienst. Bis Fricke im Alter von nur 37 Jahren drei Herzinfarkte binnen von vier Wochen erlitt; zwölf Stents wurden ihm eingesetzt. Das war vor fast genau zehn Jahren und damals stellte er sich die Frage „Was nun?“. Letztendlich beantwortete er sich diese Frage mit „Schreiben“.

Nebenbei, aber dennoch sehr zeitintensiv, unterstützte der dreifache Vater seinen einzigen Sohn beim Kartsport, reiste mit ihm quer durch Deutschland und Europa. In eher unregelmäßigen Abständen brachte er zwischendurch immer mal wieder ein paar Sätze auf den Bildschirm; irgendwann war klar, dass er sein Werk der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen wird. Beim Schreiben war dem 47-Jährigen vor allem eines wichtig: Der Leser soll keine schwere Kost serviert bekommen. „Zudem sollen die Leute, die ,Nahtlos leben’ in den Händen halten, etwas fühlen und sich Gedanken machen“, so die Anforderungen, die der Autor während des Schreibens an sein Werk hatte.

Seine Zutaten, um das zu erreichen: Eine große Portion an Spannung und Turbulenzen gepaart mit viel Erotik. „Ein modernes Bild von einem jungen Menschen, der durchs Leben geht“, beschreibt der Autor sein Werk, das umgerechnet auf ein gedrucktes Buch etwa 90 Seiten umfasst. „Ich möchte die Leser nicht ermüden, daher habe ich auch keinen 300-Seiten-Wälzer heraus gebracht“, begründet Fricke.

„Nahtlos leben“ ist nun seit März erhältlich, mittlerweile schreibt Fricke schon an seinem zweiten Buch, das Ende des Jahres fertig sein soll. Beruflich hat es ihn wieder an den Herd gezogen, seit vier Jahren kocht er aushilfsweise in einem Velberter Restaurant.

Julia Witte

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Ein bisschen autobiografisch
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2014-09-03 00:24
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