Ein besonders breites Bündnis

Die Straßensperrungen in der Essener Innenstadt am morgigen Sonntag auf einen Blick.
Die Straßensperrungen in der Essener Innenstadt am morgigen Sonntag auf einen Blick.
Foto: Hansen
Was wir bereits wissen
Schon jetzt zeichnet sich für die Macher von „Essen stellt sich quer“ ab, dass die morgige Demonstration so viele Menschen unterschiedlichster Couleur vereinen wird, wie kaum eine politische Aktion zuvor in Essen

Essen..  Der Ruck geht quer durch die Stadtgesellschaft. Politische Kräfte und Künstler, Gewerkschaften und Unternehmen, Sportler und Kirchen, Gemeinden und Moscheevereine – sie alle haben zu der Anti-Hogesa-Demo hoffentlich ohne Hooligans morgen auf dem Willy-Brandt-Platz aufgerufen, um erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Rassisten sind in dieser Stadt unerwünscht. Von Essen soll ein starkes Signal ausgehen, dass Hogesa als auch Pegida weder gebraucht werden noch willkommen sind. Darin waren sich die Teilnehmer des letzten Vorbereitungstreffens des Bündnisses „Essen stellt sich quer“ einig. Alles sieht danach aus, dass diese Rechnung aufgehen könnte. Wie viele Menschen letztlich für die Vielfalt und Freiheit in ihrer Stadt auf die Straße zu gehen bereit sind, wird sich am morgigen Sonntag zeigen. Sollte es den 177 Organisationen, die den Aufruf unterstützt haben, auch nur halbwegs gelingen, ihre Gefolgschaft erfolgreich zu mobilisieren, könnten sich durchaus 20.000 Menschen auf dem Willy-Brandt-Platz einfinden. Doch Max Adelmann, Sprecher des Bündnisses, mag keine Prognosen abgeben. Muss ja auch nicht sein. Denn schon jetzt zeichnet sich für die Macher von „Essen stellt sich quer“ ab, dass die Demonstration so viele Menschen unterschiedlichster Couleur vereinen wird, wie kaum eine politische Aktion zuvor in Essen.

Oberbürgermeister Reinhard Paß wird die Kundgebung eröffnen. Anstatt langatmiger Reden wird es kurzweilige Interviews und Musik unter anderem von „Omas Zwerge“ geben.

Der direkte Draht zur Polizei:

Für alle Infos rund um die morgige Kundgebung hat die Polizei eine Hotline geschaltet. Das Bürgertelefon ist heute von 8 bis 20 Uhr und morgen ab 8 Uhr über 829-1055 erreichbar.


Der Ablauf im Detail:

11.30 Uhr: Treffen vor der Marktkirche

12 Uhr: Demo über die Kettwiger Straße bis zum Willy-Brandt-Platz

12.45 Uhr: Ankunft auf dem Willy-Brandt-Platz

13 Uhr: Beginn der Kundgebung

Bis spätestens 16 Uhr: Ende der Veranstaltung


Alkohol und Pyro-Technik verboten

Die Polizei hat Alkohol und Pyrotechnik verboten.

Es gibt keine Imbiss- und Erfrischungsstände.

Getränke sind in Plastikflaschen mitzubringen.


Parkhäuser sind bis auf eins geöffnet

Die Parkhäuser in der City sind bis auf das im Deutschlandhaus geöffnet. Wer sein Auto dort abstellen will, darf die Sperrpunkte passieren.

Das Parkhaus Maxstraße kann aufgrund der Sperrungen allerdings nur in Richtung Am Waldhausenpark verlassen werden.


Busse und Bahnen fahren den Hauptbahnhof nicht an

Die Nordseite des Hauptbahnhofs ist am Sonntag bis voraussichtlich 20 Uhr für den gesamten Busverkehr gesperrt. Nicht betroffen sind die Zugänge zu den U-Bahnen und Tramlinien.

In Fahrtrichtung Norden/Rathaus steigen Fahrgäste an der Freiheit und der Fernbus-/ Reisebushaltestelle ein und aus. Die Busse fahren von dort aus durch den Helbingtunnel zur Haltestelle Rathaus.

In Richtung Süden fahren die Busse ab der Haltestelle Rathaus den gleichen Weg zur Freiheit und zu den Haltestegen 4 und 5 vor dem Evag Kundencenter am Hauptbahnhof.


Auf Halteverbote achten – es wird abgeschleppt

Am 18. Januar gelten zwischen 7 Uhr bis 20 Uhr Haltverbote in einigen Straßen:

gesamte Hollestraße

gesamte Hachestraße

Straße Am Hauptbahnhof, zwischen Kreisverkehr Freiheit und Hollestraße

Maxstraße, zwischen Hindenburgstraße und Lindenallee

Lindenallee, zwischen Am Waldhausenpark und An der Reichsbank

An der Reichsbank

III. Hagen, zwischen Am Waldhausenpark und Hans-Toussaint-Platz

Hans-Toussaint-Platz

Theaterplatz (gesamter Ring)

I. Dellbrügge, zwischen Varnhorststraße und Theaterplatz

Akazienallee

Teichstraße

Im Haltverbot abgestellte Fahrzeuge abgeschleppt werden. Wer sein Auto vermisst, kann am Sonntag unter 870087 erfahren, wo es steht.