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Tourismus

„Ein beschämender Touristen-Empfang“

09.06.2010 | 10:00 Uhr
„Ein beschämender Touristen-Empfang“
Der erste Blick von ankommenden Besuchern am Hauptbahnhof Essen richtet sich auf eine Baustelle. Foto: Uwe Möller

Essen. Nach einem halben Jahr Kulturhauptstadt häuft sich die Kritik. Nun bemängelt ein Münsteraner Stadtrundfahrten-Unternehmer den Empfang von Touristen in der Stadt Essen.

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Touristen-Erfahrungen

Ein halbes Jahr Kulturhauptstadt: Welche Erfahrungen haben Sie mit der Touristen-Stadt Essen gemacht? Was sagen Ihre auswärtigen Freunde nach einem Besuch über Essen? Schreiben Sie an WAZ Essen, Sachsenstr. 36, 45128 Essen, oder Mail an: redaktion.essen@waz.de

Ist Essen als touristischer Anziehungspunkt im Kulturhauptstadt für auswärtige Besucher zu wenig gewappnet? Nehmen die Essener ihre Stadt selbst kaum als wirklich spannenden touristischen Anlaufpunkt wahr?

Dieser Ansicht ist zumindest der heute in Münster lebende Stadtrundfahrten-Unternehmer und gebürtige Ruhrgebietler Stefan Tigges. Und manchmal hilft ja der Blick von außen, um ein realistisches Bild von der Lage der Stadt zu erhalten. „Essen steckt touristisch noch stark in den Anfängen wie Münster vor zehn Jahren. Es fehlt die Mentalität, Touristen mit all ihren Bedürfnissen wirklich zu empfangen“, sagt der 44-Jährige. Dies sehe man an allen Ecken und Enden.

„Es ist einfach beschämend, wie Essen am Hauptbahnhof die Kulturhauptstadt-Touristen begrüßt. Überall Baustellen“, kritisiert Tigges. Mit seinem neuen blauen Stadtrundfahrten-Bus, der dreimal täglich je 100 Minuten lang Essen durchquert, müsse er nun weit hinten am Gildehof kaum sichtbar für Fremde abfahren. In der Innenstadt fehlten Hinweise auf Sehenswürdigkeiten sowie Toiletten und Bänke zum Ausruhen, beides sei für Stadtbesucher wichtig.

Auf Zollverein, dem Höhepunkt für jeden Touristen, sei für Gruppen kaum noch eine Führung zu bekommen (siehe Artikel unten), zudem sei dort praktisch keine richtige Außengastronomie vorhanden. „Essen hat sich nicht überlegt, was man den Tausenden Besuchern auf Zollverein neben dem Ruhr Museum noch bieten kann“, meint Tigges. Zudem würden für Gruppen zu wenig touristische Bausteine für die Gestaltung eines ganzen Tages präsentiert.

Diesen Kritikpunkt weist die Essen Marketing GmbH (EMG) aber strikt zurück: Die Touristikzentrale vermittele an Gruppen individuell zusammenstellbare Pakete - für Geschichts-, Kultur- oder Freizeit-orientierte Besucher.

Allerdings gibt es durchaus Bürger, die es erstaunlich finden, dass Essen bisher keine täglichen Stadtrundfahrten im Programm hatte und dafür ein Münsteraner kommen musste oder dass die Touristikzentrale erst in diesem Jahr regelmäßig jeden Sonntag geöffnet hat.

Peter Szymaniak

Kommentare
10.06.2010
16:07
„Ein beschämender Touristen-Empfang“
von Johanna2010 | #33

Es stimmt. Die Baustellen überall in dieser Stadt und zu Zeiten des Kultur-Hauptstadtjahres sind total nervig. Ständig landet man man in kleinen oder...
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„Ein beschämender Touristen-Empfang“
„Ein beschämender Touristen-Empfang“
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http://www.derwesten.de/staedte/essen/ein-beschaemender-touristen-empfang-id3318350.html
2010-06-09 10:00
Essen