Das aktuelle Wetter Essen 9°C
Wohnungsmarkt

Eigentumswohnungen in Essen sind die teuersten im Revier

28.09.2012 | 10:00 Uhr
Eigentumswohnungen in Essen sind die teuersten im Revier
Blick auf Essen aus der Luft.Foto: Hans Blossey

Essen.  Das Unternehmen LEG legt seinen Wohnungsmarktbericht vor: Für gehobene Eigentumswohnungen müssen Käufer in Essen soviel bezahlen, wie in keiner anderen Revierstadt. Aber auch die Mieten für einfache Wohnungen steigen.

Relativ konstante Mieten, Höchstpreise für Luxus-Wohnungen und zunehmender Leerstand: So kann man die Entwicklungen am Essener Wohnungsmarkt im vergangenen Jahr beschreiben. Das geht aus einem entsprechenden Bericht hervor, den das Immobilienunternehmen LEG am gestrigen Donnerstag vorgelegt hat . Die wichtigsten Punkte daraus:

Mieten: Die Mieten in Essen sind vergangenes Jahr moderat um 0,2 Prozent gestiegen. Im Schnitt zahlen Mieter 5,59 Euro pro Quadratmeter. Besonders bemerkenswert jedoch: Vor allem einfacher Wohnraum wurde, wie schon 2010, teurer (4,35 Euro, plus 1,2 Prozent). Dagegen sanken die Mieten hochwertiger Wohnungen um zwei Prozent auf 8,17 Euro pro Quadratmeter.

Luxus-Wohnungen: Die Preise für Luxus-Wohnungen ziehen deutlich an. Wer in Essen eine hochwertig ausgestattete Eigentumswohnung in guter Lage kaufen wollte, der musste 2011 neun Prozent mehr bezahlen als im Jahr zuvor. Mittlerweile blättern Käufer 2563 Euro pro Quadratmeter hin - soviel wie in keiner anderen Revierstadt. Nur in Düsseldorf, Köln, Münster, Bonn und Aachen sind die Preise noch höher.

Luxus-Mehrfamilienhäuser: Gleiches gilt für sehr gute Mehrfamilienhäuser. Essen ist auch hier mit 1930 Euro pro Quadratmeter der sechst-teuerste Markt in NRW.

Eigentumswohnungen: Insgesamt musste man 2011 in Essen im Schnitt 1069 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung zahlen. Damit hielt der Preisverfall an. Gleiches gilt auch für einfache Häuser. Der Quadratmeter kostet im Schnitt 374 Euro und damit 2,1 Prozent weniger als 2010.

LEG-Wohnungsmarktreport
Günstige Wohnungen werden in NRW Mangelware

Die Mieten in NRW sind im vergangenen Jahr weitgehend stabil geblieben. Zu diesem Ergebnis kommt der LEG-Wohnungsmarktreport. Allerdings müssen sich Geringverdiener auf steigende Mieten einstellen. Es gibt immer weniger Wohnungen unter vier Euro Kaltmiete pro Quadratmeter.

Leerstand: Im Jahr 2009 - neuere Zahlen nennt die LEG nicht - standen in Essen 4,2 Prozent der Wohnungen leer. Das Leerstandsproblem gibt es weniger in den südlichen Außenbezirken, wo weniger als drei Prozent der Wohnungen nicht vermietet sind. Vielmehr ist es ein Problem in der Nordstadt oder an viel befahrenen Straßen und Autobahnen. „Nach einem Mieterauszug können diese Lagen oft nicht mehr vermietet werden“, so die LEG.

Wohnungsbau: Bedeutende Wohnstandorte vor allem im gehobenen Preissegment entstehen derzeit im Univiertel , in Kettwig an der Ruhr und in Rüttenscheid an der Messeallee.

Wohnungsmarkt zwischen Wunsch und Realität: Einerseits steigt laut LEG besonders die Nachfrage nach hochwertigen Wohnungen. Doch genauso besteht großer Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Denn: „Die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Essener sind durchschnittlich“, stellt der Bericht fest. Die durchschnittliche Kaufkraft liege mit 20 281 Euro zwar über dem Niveau der meisten Nachbarstädte. Dennoch gebe es in Essen im Landesvergleich eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und eine abnehmende Bevölkerungszahl.

Ausblick: Mit besonderen Wohnungsangeboten könne es Essen gelingen, neue Haushalte zu gewinnen und Besserverdienende in der Stadt zu halten, heißt es in dem LEG-Bericht.

Janet Lindgens



Kommentare
28.09.2012
22:51
Eigentumswohnungen in Essen
von dirty.old.man | #2

Wie doof muss man sein um in dieser langweiligen Stadt überhöhte Wohnkosten zu zahlen?
Allein Bottrop bietet deutlich mehr Lebensqualität zu günstigeren Preisen.

3 Antworten
Eigentumswohnungen in Essen sind die teuersten im Revier
von boehmann | #2-1

Jau, wir ziehen gezz nach Botttroppp.

Eigentumswohnungen in Essen sind die teuersten im Revier
von Stukkadierta | #2-2

Über drei Jahre betrachtet, stiegen die Miete am stärksten in Münster (auf aktuell 8,16 Euro, plus 9,7 Prozent), im Kreis Borken (5,42 Euro, plus 6,8 Prozent) und in Bottrop (5,85 Euro, plus 5,9 Prozent) an. Offensichtlich ziehen bereist viele Leute nach Bottrop. Ansonsten ist die Studie sehr schwammig undurchsichtig und unvollständig.

Bottrop - natürlich der Nabel der Welt
von totti0405 | #2-3

An Ihren eigenen Aussagen sollten Sie merken, wie subjektiv sie sind.

Mir wird in Essen deutlich mehr Lebensqualität geboten als in Bottrop. Und ich finde Essen alles andere als langweilig - ganz im Gegensatz zu Bottrop!

Insofern sind die Wohnkosten wohl eher in Bottrop überhöht.

28.09.2012
13:05
Eigentumswohnungen in Essen sind die teuersten im Revier
von maxim | #1

Der Bericht ist irreführend, er sieht aus wie ein neutraler Artikel ist aber nur aus Sicht der LEG geschrieben. Wurde er von der LEG "gesponsert"?

Aus dem Ressort
Razzia in den Problemhäusern an der B 224 in Essen
Schrottimmobilien
Das Einwohnermeldeamt hat eine Häuserzeile an der Gladbecker Straße (B 224) kontrolliert. In den heruntergekommenen Wohnungen leben vorwiegend rumänische Armutsflüchtlinge. Auf dem Hinterhof türmen sich Müllberge. Die Nachbarn verfolgen den Niedergang mit einer Mischung aus Ohnmacht und Wut.
Karstadt-Zentrale in Essen vor massivem Jobabbau
Karstadt
In der Karstadt-Hauptverwaltung in Essen-Bredeney ist offenbar jeder fünfte Arbeitsplatz in Gefahr. Der Betriebsrat wollte sich zu den kursierenden Zahlen nicht äußern. Die Stimmung ist aber nicht nur in der Zentrale gedrückt, auch im Kaufhaus am Limbecker Platz sind die Sorgen weiter groß.
Warum Atze Schröder auch mal ein Mann für eine Nacht ist
Comedy
Premiere für eine Ratgeber-Stunde der unmoralischen Art: Comedian Atze Schröder hat sein neues Bühnenprogramm dem „Richtig fremdgehen“ gewidmet . Das stellte er nun in der Essener Lichtburg vor. Ein Abend zwischen Bravo für Erwachsene und Ballermann ohne Sangria-Eimer.
Vortrag über IS-Terror an der Uni Essen findet doch statt
Hochschule
Die Uni Duisburg-Essen hatte einen Referat-Abend über die Vorgänge in Syrien zunächst verboten. Man fürchte um die Sicherheit der Gäste, hieß es. Nach einem Gespräch mit studentischen Vertretern hat Uni-Rektor Ulrich Radtke jetzt alle Sicherheits-Bedenken ausgeräumt. Ein neuer Termin steht fest.
Penetrante Spendensammler und Infostände verärgern Kunden
Infostände
Werbende Tierschützer oder Parteien und genervte Bürger in der City: Passanten beklagen Anzahl der Stände und hartnäckige Sammler. Vorgaben gibt es durchaus, sagt die Stadt, denn die Anzahl und die Standorte seien genau festgelegt. Musiker etwa sollen alle 30 Minuten weiterziehen.
Umfrage
Die Stadt Essen will Ehrenamtliche mit einer sogenannten Freiwilligenkarte würdigen. Dass die Ehrenamtlichen mit dem Ausweis auch Vergünstigungen - beispielsweise für kulturelle Einrichtungen - erhalten, ist derzeit nicht möglich. Was halten Sie davon?

Die Stadt Essen will Ehrenamtliche mit einer sogenannten Freiwilligenkarte würdigen. Dass die Ehrenamtlichen mit dem Ausweis auch Vergünstigungen - beispielsweise für kulturelle Einrichtungen - erhalten, ist derzeit nicht möglich. Was halten Sie davon?

 
Fotos und Videos