EBE hinkt bei Abfuhr der Weihnachtsbäume hinterher

Erst waren zehn, dann zwölf Wagen für die EBE in Essen unterwegs, um die Weihnachtsbäume einzusammen.
Erst waren zehn, dann zwölf Wagen für die EBE in Essen unterwegs, um die Weihnachtsbäume einzusammen.
Foto: EBE
Was wir bereits wissen
  • EBE kommt mit der Abholung der Weihnachtstannen nicht hinterher
  • Versuch, die Entsorgung an die Leerung der Hausmülltonnen zu knüpfen, ist gescheitert
  • Nun werden auch am Samstag und Montag die Tannen eingesammelt

Essen.. Im Stadtbild ist es nicht zu übersehen, noch immer liegen an vielen Straßenrändern abgeschmückte Tannenbäume. Dabei sollten Nordmänner und Co. längst verschwunden sein – die letzten am Freitag. Doch die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) haben es, anders als angekündigt, nicht geschafft, sämtliche Christbäume innerhalb einer Kalenderwoche abzufahren. Deshalb wird die EBE laut Sprecherin Bettina Hellenkamp auch am Samstag sechs Sammelfahrzeuge auf die Reise schicken. Und auch am Montag der kommenden Woche werden Christbäume eingesammelt. „Mal sehen, was dann noch übrig bleibt“, sagt Hellenkamp. Das soll dann die Müllabfuhr erledigen.

Der Versuch, die Entsorgung der Weihnachtsbäume organisatorisch an die Leerungstage der grauen Hausmülltonnen zu knüpfen, wäre damit erst einmal gescheitert. Die EBE hatte verhindern wollen, dass sich die Abfuhr der Weihnachtsbäume über Wochen hinzieht wie in den zurückliegenden Jahren. Bereits zur Wochenmitte mussten die Entsorgungsbetriebe nachjustieren. Fortan wurden zwei zusätzliche Wagen eingesetzt. Damit waren zwölf Fahrzeuge im Stadtgebiet unterwegs, um Christbäume aufzulesen. Auch das waren letztlich nicht genug.

Manöverkritik steht noch aus

Es habe sich gezeigt, dass die einzelnen Reviere schlicht zu groß gewesen seien, so Hellenkamp, die einen Tag lang eines der Sammelteams begleitet hatte, um sich persönlich ein Bild zu machen. 118 Straßen im Essener Süden sollte der Wagen anfahren. „Das waren schlicht zu viele.“

Auch drängt sich der EBE der Eindruck auf, dass es deutlich mehr Bäume sind, die eingesammelt werden müssen als die geschätzten 60.000.

Ob das Sammelmodell mit Ende der Weihnachtszeit im kommenden Jahr wiederholt wird, ist nach dem holprigen Versuch fraglich. Bettina Hellenkamp mochte sich gegenüber der Redaktion noch nicht äußern. Eine abschließende Manöverkritik stehe bei der EBE erst noch aus.