EBE hat ihre Hausaufgaben gemacht - Trotzdem 120 Winter-Unfälle in Essen
14.01.2013 | 18:10 Uhr 2013-01-14T18:10:00+0100
Essen. Verspätete Busse und Bahnen, 120 Unfälle (meist mit Blechschäden), so lautet die Bilanz des späten Wintereinbruchs in der Nacht auf Montag. Chaotische Zustände wie vor zwei Jahren, als Busse und Bahnen standen, blieben aus. „Wir waren Sonntagnacht ab 22 Uhr im Einsatz“, sagt Rolf Friesewinkel, Leiter Abfallwirtschaft und Straßenreinigung bei den Entsorgungsbetrieben (EBE) .
150 Tonnen Salz brachte der Winterdienst in der Nacht auf die Straße. „Dass in den Morgenstunden, zur Zeit des Berufsverkehrs , noch einmal mehr Schnee als zunächst angekündigt fällt, konnten wir nicht ahnen“, sagt Friesewinkel. So standen die Streu- und Räumfahrzeuge der EBE wie viele andere Bürger auch im morgendlichen Stau. Hinzu kommt: „Montags kommen viele Berufspendler in die Stadt, da ist der Berufsverkehr ohnehin dichter als an anderen Tagen.“
EBE hat dazugelernt
Doch die EBE hat, so scheint es, nach dem desaströsen Winter vor zwei Jahren dazugelernt, ist besser auf den Wintereinbruch vorbereitet. Deutlich spürbar an der Stadtgrenze Mülheim. Während auf Mülheimer Seite am leichten Anstieg Richtung Haarzopf Lkw auf rutschiger Straße liegen blieben, war diese auf Essener Seite geräumt und gestreut, was das Durchkommen merklich erleichterte. Auch die Hauptmarginalen im Innenstadtbereich waren weitgehend geräumt von Schnee und Eis. „Bis 5.30 Uhr“, so teilen die Entsorgungsbetriebe mit, „fuhr der Winterdienst der EBE alle 28 Streupläne komplett ab.“
Dennoch hakte es an einigen Stellen. Aus den nördlichen Stadtbezirken, so monierten Bürger, habe der Weg bis in die Innenstadt bis zu zwei Stunden gedauert. Auch die Ruhrallee war temporär blockiert.
Vorrat an Streusalz ist größer geworden
Auch monierten viele Autofahrer, Fußgänger querten Straßen zu sorglos und ohne zu bedenken, dass Autos und Lkw auf glatten Straßen einen deutlich längeren Bremsweg hätten.
Für die kommenden Schneefälle, die für Mittwoch angesagt sind, sieht sich die EBE gut gerüstet. „Wir sind in Alarmbereitschaft und können mit dem Winterdienst in drei Schichten arbeiten“, so Friesewinkel. Bei regelmäßigen Kontrollfahrten überprüften die Fahrer der EBE die Verhältnisse auf den Verkehrswegen, alarmierten bei Bedarf die Rufbereitschaft, um gefährliche Straßen und Gehwege zu räumen. Auch stehe nicht zu fürchten, dass wie vor zwei Jahren das Streusalz ausgehen könne, der Vorrat sei vergrößert worden.
Doch während die EBE ihre Hausaufgaben gemacht hat – viele Hausbesitzer griffen nicht zeitig zum Schneeschieber, so dass Berufstätige und Kinder, die sich zu Fuß auf den Weg gemacht hatten, teils gefährlichen Rutschpartien ausgesetzt waren.

16:13
Gestern morgen um 5Uhr war ich angenehm überrascht, das schon so viele Straßen in Essen geräumt waren. Heute morgen um 5 Uhr gab es direkt den Dämpfer. Es war keine Straße geräumt. Einige waren etwas freigefahren (Bottroper Straße z.B.) aber es war nichts Geräumt oder Gestreut. Es war eine reine Rutschpartie bis zur Kreuzung am Hornbach. Aber dies betraf nicht nur uns Essener. In Düsseldorf und auf den Autobahnen, sah es nicht anders aus.
10:53
Es fallen 3 cm Schnee (zugegeben, das gleicht im Winter [sic!] ja auch einer mittelgroßen Naturkatastrophe) und die lieben Essener verfallen wieder in Hektik, Panik, Chaos, Katastrophen, "nichts geht mehr" etc. pp. - und alle schimpfen wieder, was das Zeug hält.
Leute, zu allererst mal: Habt ihr denn auch brav Eure Flächen vor Eurer Haustür geräumt? Und was erwartet ihr auf den Straßen? Dass diese auch noch trockengefönt werden?
Echt lächerlich Euer Theater wegen 3 cm Schneematsch!
09:53
Hausaufgaben gemacht? In der Schule würde der Lehrer jetzt sagen " sechs setzen".
09:24
Da ist er ja wieder! Auf den Winter kann man sich nicht verlassen, aber auf Herrn Friesewinkel! Egal wie schlecht der Winterdienst in Essen läuft, dem Bürger wird vom zuständigen EBE Leiter nur Gutes berichtet. Das nenne ich mal ein "authistisches Schönwettermachen" !
21:36
Wo waren denn die Räumfahrzeuge von 22 Uhr bis 1.30 Uhr? Da war keine Hauptstraße rund um den Hauptbahnhof abgestreut.
21:36
Diese Meldung ist wirklich ein Witz, denn bis jetzt um 21:00 Uhr waren viele Hauptstraßen überhaupt nicht gestreut uns sehen katastrophal aus. Es müsste eigentlich noch die ganze Nacht durchgearbeitet werden. Aber solche Nachtschichten kosten der EBE viel Geld. Da lässt man die Belegschaft natürlich lieber schlafen. Also nix Nachtdienst, besser ab 7:00 Uhr im Berufsverkehr!
21:32
"Kollege " Friesewinkel war jedenfalls mal wieder der Interview-Weltmeister. Es ist aber auch wirklich bitter, da schneit es ausgerechnet an einem Montag im Berufsverkehr, das ist total gemein vom Schnee , dass er gerade dann kommt, wenns der EBE Führung grad nicht passt. Die armen Mitarbeiter hätten schon mal richtige Chefs verdient, aber leider gibt es in Essen nur Parteiquoten-Manager.
21:01
Die Überschrift ist doch selber schon ein Witz ; wenn die EBE gut gearbeitet hätte wieso kommen dann die sehr vielen Unfälle zu Stande ? Die werden nicht alle auf Strassen der niedrigen Prioritäten passiert sein. Die B 224 Alfredstrasse Richtung Stadt war um 8.oo Uhr zum Berufsverkehr jedenfalls nicht frei.
Wenn sich dann jemand hinstellt und sagt wie toll alles geklappt hat, kann man nur noch verzweifeln oder schmunzeln. Ich tendiere nach so vielen Wintern in Essen zum zweiten.
20:48
Sorry EBE, das war ein "******-Job". Von Marl bis Essen (AK42) 40 Minuten, von Essen-Ortsanfang (Vogelheim( bis Essen-Downtown eine Stunde ! Nix war erledigt, die Straßen um 06.50 Uhr in Essen eine Katastrophe. Der Schneefall begann um 2 Uhr ! Da lagen die Verantwortlichen wohl noch im Bett, oder ? Und der Schneefall begann nicht zur Berufszeit !
20:14
Das ist ja absolut lächerlich. Wer so etwas sagt, sollte lieber den Arbeitsplatz räumen.