EBB stellt keinen OB-Kandidaten auf

Für die Oberbürgermeisterwahl am 13. September wird das Essener Bürgerbündnis (EBB) keinen OB-Kandidaten aufstellen. „Das Rennen wird zwischen CDU und SPD entschieden“, sagt der Chef der Ratsfraktion Udo Bayer. „Da können kleinere Parteien nur eine ungute Rolle spielen: Treten sie an, kommt es zur Stichwahl.“ So würden ohne Not hohe Kosten verursacht. „Den Steuerzahler kostet die Kandidatur von Witzfiguren 350 000 Euro.“ Diese Beleidigung richte sich freilich nur gegen jene Kandidaten, die eher als Gag antreten und denen offensichtlich das Format für den Chef des Konzerns Stadt fehle. Dass einige kleine Parteien sich von der Kandidatur eine Schärfung ihres Profils erhoffen, lässt Bayer dagegen gelten. Er glaube aber nicht an einen nachhaltigen Werbeeffekt. Dass eine EBB-Fraktionsrunde einstimmig gegen die OB-Kandidatur votierte, liege aber auch an den damit verbundenen Kosten: „Wir erhalten kein Geld aus der Parteienfinanzierung.“

Eine Wahlempfehlung für SPD oder CDU will das Bürgerbündnis erst zur Stichwahl aussprechen.