E-Mail-Studie aus Gummersbach

Die E-Mail, dieses Wunderwerk der Technik, kann nervig sein. Denn während die liebevoll auf Papier gedruckte Post abnimmt, werden die als elektronische Post getarnten „Zeitverschwender“ stetig mehr. Da sind die geschenkten Ölquellen des afrikanischen Diktators, für die man nur ein paar tausend Euro auf die Cayman Islands überweisen muss. Da ist die „Ü50-Sause“ in der „Party-Hauptstadt Gummersbach“, zu der man weder als Ü60, noch als Ü40 oder Ü30 gehen würde. Und da sind die Umfragen von Banken und Versicherungen: „Ruhrgebietler versichern ihren Balkon-Grill gerne Vollkasko.“ Oder: „Geheimtipp für Rendite-Freunde: Anleger investieren in schottische Schweinbauchhälften.“ Und: „Unfallgefahr: Auf diese Außenspiegel-Farben sollten Sie an Ihrem Auto verzichten.“ Meine Nummer 1 in 2015: „Firmengründer genießen in Deutschland bei Frauen höheres Ansehen als in den USA.“ Nein, wirklich? Kurz nachgedacht, dann fiel mir spontan ein: Nachts ist es kälter als draußen.