E-Mail-Affäre: SPD sucht Juristen-Rat

Nein, eine Entschuldigung war das nicht, allenfalls eine halbe: Rainer Marschan, SPD-Fraktionschefin, ließ den Rat gestern wissen, dass es ihm „nicht darum ging, Personen zu beschädigen“, als er jüngst eine vertrauliche Mail der grünen Ratsfrau Christine Müller-Hechfellner an Baudezernentin Simone Raskob vorlas. Er habe nur klären wollen, ob es da einen Loyalitäts-Konflikt mit dem OB gebe – „mehr war nicht dahinter“. Juristischen Einschätzungen, er habe rechtswidrig gehandelt, will Marschan jetzt seinerseits eine rechtliche Bewertung entgegenhalten. Bei alledem blieb es Bündnispartner Thomas Kufen (CDU) vorbehalten festzustellen, dass es „von Seiten Raskobs kein Fehlverhalten gab“ und dass man wohl gut daran tue, vergleichbare Fälle zu verhindern: „Das wirft ein schlechtes Licht auf uns als Kommunalpolitiker und die Verwaltung“. Der OB hätte sich vor Raskob stellen müssen, so Kufen, doch das war gestern nicht möglich: Paß war krank gemeldet.