„Dumm gelaufen“

Millionen verloren – binnen Minuten. Da kann es einem Essener Bürger und Steuerzahler durchaus mal die Sprache verschlagen, wenn man hört und liest, wie sich dank des Geschickes der Politik und der Verwaltung unserer Stadt ein zweistelliger Millionenbetrag in Luft auflöst. Jedoch kann ich unsere Vorderen beruhigen, ... das Geld ist schließlich nicht weg, es hat nur ein anderer! Ich erinnere mich, dass die Stadt Essen vor einigen Jahren Aktien von RWE erworben hat, was über Kredite finanziert wurde, wenn ich mich richtig entsinne. Der Aktienkurs ist in den letzten fünf Jahren leider von ca. 65 Euro auf 25 Euro eingebrochen, ... dumm gelaufen. Es wäre doch mal interessant zu erfahren, ob die Kredite damals in Schweizer Franken aufgenommen worden sind? In dem Fall hätte man gleich doppelt verloren. In der Finanzwelt nennt man so etwas wohl „Hebel“.

Es scheint, dass die Führungselite der Stadt Essen kein glückliches Händchen beim „Spekulieren“ mit Steuergeldern hat. Aber nun ja, es ist zum Glück nicht deren eigenes Geld und haften muss man schließlich für sein Tun auch nicht. Aber vielleicht könnte man sich ja mal von jemandem beraten lassen, der nachweislich ein wesentlich glücklicheres Händchen hatte? Derjenige wollte dem deutschen Staat knapp 30 Millionen Euro Steuern vorenthalten und sitzt hierfür gerade in Bayern in Haft.