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Sportpolitik

Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse

17.12.2009 | 09:00 Uhr
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Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse

Die Gräben aus dem Wahlkampf sind wieder aufgebrochen. Im Streit um die Schließung des Dellwiger Freibades Hesse stehen sich CDU und Grüne auf der einen sowie SPD, FDP und Linke auf der anderen Seite scheinbar unversöhnlich gegenüber.

 Weil der Streit das 15 Millionen Euro schwere Sportinvestitionspaket blockiert, läuft die Suche nach einer Kompromissformel auf Hochtouren.

Stadtdirektor Christian Hülsmann hat die Hauptkampflinie gestern nochmals abgesteckt: Die Bezirksregierung hat dem Masterplan Sport und dem 22,5 Millionen umfassenden Investitionsprogramm nur um den Preis von Schließungen zugestimmt. Sieben Sportanlagen, zwei Turnhallen und drei Bäder stehen auf der Streichliste. Da im November per Ratsbeschluss das Freibad Hesse aus diesem Paket herausgelöst wurde, muss die Stadt nun andere Einsparungen benennen, um jährlich rund 300 000 Euro an Betriebskosten zu sparen. So lange hält die Bezirksregierung den Daumen auf das Investitionsprogramm. Dieser Stopp gefährdet nach Angaben der Sport- und Bäderbetriebe den geplanten Ausbau von vier Sportanlagen im nächsten Jahr. Welche, ist angeblich noch offen.

Hülsmann sieht nach wie vor „keine bessere Lösung, als Hesse zu schließen“. Doch diese Lösung  ist durch die politische Frontlage versperrt, sagt Wolfgang Rohrberg, Geschäftsführer des Essener Sportbundes (Espo): „Das kann jetzt nicht mehr kommen.“ Deshalb hat die Suche nach Alternativen begonnen.

Eine  Schließung des Werdener Bades, wie von Rot-Grün zumindest verhandelt? Aus Sicht der Bädergutachter reicht das nicht aus, wenn man  neben den jährlichen Zuschüssen auch den Sanierungsbedarf mitrechnet. Nur die Schließungen von Nordostbad (Schonnebeck), Borbeck, Friedrichsbad (Westviertel) brächten mittelfristig Einsparungen im geforderten Volumen. Das Nordostbad ist gesetzt, weil dorthin gerade Millionen aus dem Konjunkturpaket II gelenkt wurden. Hülsmann weist zudem darauf hin, dass dieses Bad ganz Katernberg, Stoppenberg und Schonnebeck versorgt.

Das Friedrichsbad schließen? Um Gottes Willen, sagt Rohrberg: „Die haben 3000 Besucher pro Woche.“ Außerdem bedienen Sport- und Gesundheitszentren wie das Friedrichsbad eine Klientel, die von Sportangeboten noch selten erreicht wird. Rohrberg:  „80 Prozent der Besucher dort sind weiblich.“

Ein Königsweg ist noch nicht in Sicht und wird doch dringend gebraucht. „Seit September geht gar nichts mehr vorwärts. Uns läuft die Zeit weg“, klagt Rohrberg. Der Espo bittet zur Kompromiss-Findung die Parteien im Januar zum Krisen-Gipfel.

Kai Süselbeck

Kommentare
25.10.2010
11:46
Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse
von manglaubtesnicht | #17

#15 von Badefreund

Wenn Hesse solche Besucherzahlen hätte, wie RWE, wäre von Schließung gar keine Rede.
Wenn aber, Ihrer Meinung nach, das RWE-Stadion unnütz ist, was ist dann erst Hesse?
Dazu kommt noch folgendes Argument gegen Ihre allzu durchsichtige Polemik:
Die Stadionmiete, die die Stadt für das jetzige und erst Recht das neue Stadion kassiert, liegt erheblich über den Summen, die die Stadt mit Hesse einnimmt.

13.05.2010
21:37
Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse
von Friedmann | #16

Schließt Hesse und nehmt den Blockierer Paß gleich mit

19.12.2009
23:00
Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse
von Badefreund | #15

für das unnütze Stadion können wir uns 100 Hesse leisten!

Nicht vergessen, Hesse ist ein Freibad, da kommt man noch mit Groschen rein.
Spaßbäder sind für Kids unerschwinglich!!!

19.12.2009
13:00
Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse
von marcwause | #14

Das haben wir nun davon:
Wir glauben den Lügen der SPD und nun steht alles still.
Hesse ist total überflüssig. Vor allem, weil ein Spaßbad direkt nebenan gebaut wurde.
Das wußte man aber schon vorher.
Das kein Geld da ist, wußte man auch schon vorher.

Nie wieder werde ich diese Lügen SPD wählen!!!!

Jetzt schreibt Hesse endlich ab und kümmert Euch um das Stadion!
Im Moment ist es wirklich schwer, in Essen Lokalpatriot zu sein.
Während in Düsseldorf U-Bahn Linien gebau werden, steitet man hier über ein Schwimmbad in das keiner geht (außer zu Wahlkamfzwecken).

Die kriegen es einfach nicht hin, die von der SPD.

18.12.2009
17:36
Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse
von esreichtmirsolangsam | #13

„Derzeit fahren wir unsere Bäder mit einer Temperatur von 27 bis 28 Grad”, sagte Heinz-Gerd Janßen. Er ist Betriebsleiter von „Duisburg Sport”, einer eigenbetriebsähnlichen Einrichtung, in dem die Stadt ihre Sportaktivitäten gebündelt hat. Durch die Senkung der Wasser-Temperatur sollen im kommenden Jahr 50 000 Euro Energiekosten eingespart werden, im Jahr 2011 schon 105 000 Euro und ein Jahr später 110 000 Euro.



Also, das unrentabelste Bad schließen und bei allen anderen die Wassertemperatur heruntersetzen, dann sollten die 300 000 locker pro anno drin sein.

18.12.2009
13:34
Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse
von col | #12

Streicht endlich den Stadionneubau.
Der ist mehr als überflüssig.

17.12.2009
21:56
Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse
von Rike57 | #11

Hesse muß bleiben!

Die Oase soll geschlossen werden, weil im Westvirtel ein Spaßbad gebaut werden soll.
Das es 2 Spaßbäder in 3 km Entfernung zu Hesse geben soll, ist ja schön und gut.
Aber welche Familie aus der Gegend mit 2,3 und noch mehr Kindern kann es sich leisten, ein Spaßbad zu besuchen und dann auch noch in einer anderen Stadt...
Mir scheint, Essen möchte sich keine armen Menschen leisten!
Deshalb wird an/in der Kultur des kleinen Mannes gespart!!!
Sei es an Hesse, Stadion, Kitas, Schulen usw.!

HartzIV Empfänger können sich das Schwimmbad für 10,-€ pro Person und Tag eben NICHT leisten.
Hesse kostet für Kinder/Schüler/Wehrpfl./Azubis/Studenten zwischen 0.50 € u.1,50 € pro Tag und Person...ein Spaßbad fängt bei 7,50 € pro Tag und Person an!

Das heißt ARME nicht erwünscht? Oder wie jetzt?

Man bedenke noch, dass Hesse der Treffpunkt für unsere Ausländischen Mitbürger schlechthin ist!

Und, der Kanal sich nicht als Ersatz eignet...weil,
1.Das Schwimmen im Kanal verboten ist!!!
2.Der Kanal zu gefährlich ist, wegen Schiffsverkehr und Strudel.
Sich aber Niemand dadurch abbringen lassen würde und die Zahl der Badetoten in Essen Sprunghaft ansteigt!!!

Glück auf!!!

17.12.2009
21:11
Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse
von Badefreund | #10

@ #7 von Politikinteressierter,

noch einmal die Zahlen:
1999, die CDU greift sich Essen, die Stadt hat 100 Millionen Schulden.
2009, die Essener entreißen der CDU, die die Schulden auf 3-4 Millarden gebracht hat, die Macht über die Stadt.
Nur die Grünen wollen bei der Befreiung vom großen Übel (noch) nicht mitziehen.

17.12.2009
20:41
Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse
von w. palowiak | #9

Die CDU hat die Wahl nicht allein wegen Hesse verloren. Die ignorante Politik der letzten 10 Jahre, einen Masterplan ohne die Bürger mitzunehmen und die Lüge um das RWE Stadion. Die Wahlbeteiligung hat gezeigt: Die CDU ist von ihrem eigenen Klientel abgewählt worden. Hesse ist hierfür nur ein Beispiel von Vielen. Über den hier kurz gelobten Frontmann der CDU kann ich nur lachen.... Herr Kufen hat als Wahlkampfleiter die katastrophale Wahlniederlage der CDU als einer der Hauptverantwortlichen mit zu verantworten.Jetzt hat man den Bock zum Gärtner gemacht. Anscheinend hat die CDU aber gar keine anderen Alternativen in ihren Reihen.

17.12.2009
15:14
Dringend gesucht: Ein Opfer für Hesse
von Mitbürger | #8

Die Klientel, der die SPD mit Hesse angeblich etwas Gutes tun will, wird in Wahrheit wahrscheinlich viel dringlichere Probleme haben.
Ein Freibad braucht man in unseren Breiten vielleicht ein paar Wochen im Jahr.
Etwas zu Essen, ein Dach über dem Kopf, einen Kita-Platz, Schule bzw. Ausbildungsplatz oder Arbeit dagegen das GANZE Jahr über.
Man muss mal Prioritäten setzen!

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