Drei aktuelle Betrugs-Fälle

Drei aktuelle Fälle von Trickbetrug, die die Polizei jetzt meldet, zeigen drei verschiedene Maschen der Täter und deren Vorgehen.

Wasserwerker-Trick

Ein stämmiger Mann klingelte am Mittwochmorgen an der Haustür einer Bewohnerin (76) auf der Breslauer Straße in Frohnhausen. Er war als Bauarbeiter getarnt und erklärte, dass er den Wasserdruck im Badezimmer prüfen müsse. Da im Umfeld der Seniorin zeitgleich an einer Baustelle gearbeitet wurde, erschien ihr die Erklärung schlüssig. Sie begleitete den vermeintlichen Handwerker ins Bad. Dieser hatte die Wohnungstür nicht zugezogen, so dass vermutlich ein Mittäter unbemerkt Schmuck aus dem Wohnzimmer stehlen konnte.

Der beschriebene Bauarbeiter war ca. 30 Jahre alt, er hatte dunkle, kurze Haare und war auffallend sonnengebräunt. Er trug eine dunkle Weste und sprach akzentfreies Deutsch.

Wechselgeld-Trick

Ein Passant (80) wurde am Donnerstag, 11.30 Uhr, auf der Grenoblestraße in Steele von einem Mann angesprochen, der sich Geld für den Parkscheinautomaten wechseln lassen wollte. Nachdem der Senior ihm Kleingeld gegeben hatte, machte sich der Unbekannte an dessen Börse zu schaffen. Er wollte mehr Geld wechseln. Der beherzte Steeler schlug ihm aber auf die Finger, ging dann zur Polizei. Der mutmaßliche Betrüger floh durch die Unterführung Richtung Villenweg. Er war 30-35 Jahre alt und ca. 1,60 m groß, im dunklen Anzug machte der schwarzhaarige, stabile Mann einen gepflegten Eindruck.

Zettel-Trick

Bei einer Anwohnerin (71) der Kaiserhofstraße im Südostviertel schellte es Donnerstagmittag an der Wohnungstür. Davor stand eine junge Frau (ca. 16-18 Jahre) mit dunklem, geflochtenen Zopf und braunen Augen. Sie trug ein blaues Päckchen und bat um Zettel und Stift, da sie der Nachbarin eine Nachricht hinterlassen wolle. Als die 71-Jährige misstrauisch wurde, schloss sie die Tür und die mutmaßliche Trickbetrügerin flüchtete. Diese war etwa 1,60 Meter groß und in Jeans gekleidet.