Doppelt und dreifach abgesichert

Seit der Einführung der zentralen Abiturprüfungen im Jahr 2007 in NRW müssen sich die Schulen in einem aufwändigen Verfahren die Klausur-Aufgaben von einem zentralen Landesrechner herunterladen. Das geschieht stets ein Tag vor der Prüfung. Dabei ist für jede Schule nur ein kurzer Zeitkorridor – 15 Minuten – vorgesehen.

„Die verschlüsselte Datei mit den Klausuraufgaben und -lösungen ziehe ich in dieser Zeit auf einen USB-Stick“, erklärt Stefan Beyer von der Gesamtschule Bockmühle. Dafür hat die Schulleitung in zwei Briefen zuvor schriftlich erstens die notwendige Internetadresse mitgeteilt bekommen und, in einem zweiten Schreiben, einen mehrteiligen Zahlencode, mit der die Datei auf dem USB-Stick entschlüsselt werden muss. „Für die Entschlüsselung muss ich die verschlüsselte Datei auf einen Computer ohne Internet-Verbindung ziehen“, berichtet Beyer. „Dann kann ich von dort die entschlüsselte Datei ausdrucken.“ Der Lösungsbogen wird ausgedruckt, die Bögen mit den Klausuraufgaben ebenfalls, anschließend werden die Klausurbögen auf dem Schulkopierer kopiert. „Dann“, sagt Beyer, „bin ich zum Löschen der verschlüsselten und entschlüsselten Datei verpflichtet.“ Übrigens darf dieser Vorgang nicht von einem Pädagogen allein betrieben werden – eine zweite Person muss dabei sein.