Doktoranden organisierten Kongress

Auf betrieblichen Weihnachtsfeiern schaut man gerne zurück, was im abgelaufenen Jahr so alles los war. Stefanie Rost (27) und Benedikt Pelzer (25), Doktoranden an der Uniklinik, haben bei der Weihnachtsfeier 2013 ihres Instituts nach vorne geschaut. Und ein gemeinsames Ziel formuliert: Sie wollten einen Kongress organisieren. Gesagt und jetzt getan: Am Wochenende begrüßten sie bei ihrem Kongress 80 Besucher in Essen. „Premiere gelungen, wir sind zufrieden“, bilanzierten die angehenden Mediziner Rost und Pelzer.

Der dreitägigen Konferenz zum Thema „Hämatologie, Onkologie und Krebsforschung“ waren eineinhalb Jahre intensiver Planung vorausgegangen. Ein Finanzplan musste aufgestellt werden, Versicherungen waren notwendig, Unterkunftsangebote für die Teilnehmer, Catering mit Essen und Getränken, natürlich eine eigene Internetseite. Alles Sachen, die angehende Mediziner weder im Physikum noch am Operationstisch lernen.
„Im Ausland gibt es häufig Studentenkongresse. In Deutschland haben wir viel Neuland betreten“, erklärt Benedikt Pelzer, der aus Köln kommt und in Altendorf wohnt. „In der Organisation hat sich viel ergeben. Es ging immer voran“, beschreibt Stefanie Rost, die aus Berlin stammt, in Bochum wohnt und, wie ihr Planungs-Partner, Doktorandin der Medizinischen Fakultät an der Klinik für Hämatologie am Uniklinikum ist

Was die beiden bei allem Aufwand neben der täglichen Arbeit im Praktikumsjahr und bei allen organisatorischen Hürden immer wieder motivierte, war die gemeinsame Leidenschaft für das Thema Onkologie und den Krebs - passenderweise ein Forschungs- und Versorgungsschwerpunkt am Uniklinikum. „Krebs ist ein präsentes und gesellschaftliches relevantes Thema. Wissenschaftlich steckt vieles in den Kinderschuhen und man kann viel ausprobieren“, beschreibt Benedikt Pelzer die Faszination. „Es ist eine unglaubliche bösartige Erkrankung, bei der die Forschung, anders als in anderen Disziplinen, ständig Fortschritte macht“, ergänzt Stefanie Rost. Die beiden Doktoranden hatten zudem einen ganz persönlichen Motivator in ihrem Doktor-Vater Prof. Ulrich Dührsen. Den Direktor der Klinik für Hämatologie, einen „inspirierenden Redner“ (Benedikt Pelzer) konnten die Organisatoren als einen der 28 Referenten für ihren Kongress gewinnen. „50 Teilnehmer waren unser Ziel, 70 wären echt toll. Und am Wochenende sind es 80 geworden“, berichtet Stefanie Rost. Die kamen nicht nur aus anderen deutschen Städten nach Essen, sondern auch aus England, Rumänien, Russland und Pakistan. „Ein schöner Erfolg“, freuten sich Stefanie Rost und Benedikt Pelzer. Nach stressreichen letzten Wochen atmet das Duo in diesen Tagen erst mal durch. Und schaut gemeinsam nach vorne: „Vielleicht folgt auf die Premiere eine Wiederholung.“