Diskussion um Kamelle

Unsere Kinder haben beim Rosenmontagszug ganze acht Bonbons gesammelt.

Wir Karnevalisten bezahlen das Wurfmaterial aus eigener Tasche – mancher Verein hat vielleicht noch einen Sponsor, der einen Teil übernimmt. Beim Zug versuchen wir zu den Kindern zu werfen, leider drängen manche Erwachsene sie zur Seite.

Teilweise wurde genau ein Bonbon geworfen. Meiner Tochter hat es trotzdem Spaß gemacht – und auf Bonbons war sie ohnehin nicht so heiß.

Der Umzug war super. Unser Sohn hat mehr als genug gesammelt. Erbärmlich war das Verhalten mancher Erwachsener.

Für alles ist Geld da, nur nicht um die Kinder an so einem Tag mit ausreichend Bonbons zu versorgen.

Dann muss man seinen Kindern auch beibringen, sich zu bücken und etwas aufzuheben. Es ist echt arm, die Leute schlecht zu machen, die für den Rosenmontagszug alles aus ihren Taschen zahlen, um den Kindern eine Freude zu machen.

An der Philharmonie hatten die Wagen anscheinend kein Wurfmaterial mehr. Vielleicht sollten die sich ihr Material besser einteilen. Denn am Ende des Zuges standen auch Kinder und die waren sehr traurig.

Ich weiß nicht, wo ihr wart aber in Rüttenscheid hat es Bonbons geregnet.

Auch mein Sohn hatte gerade mal eine Handvoll Kamelle sammeln können.

Also ich finde es unverschämt, dass sich manche Menschen über zu wenig Kamelle beschweren. Stumm am Rand stehen und die Beutel aufhalten ist auch nicht das, was wir erwarten. Man geht doch auch zum Zug, um gute Laune zu haben und die Kostüme zu bestaunen. Ich kann bei mehreren tausend Kindern nicht erwarten, dass alle mit einem vollen Beutel heim gehen.