„Diese Aufgabe wird nie erledigt sein“
2012-10-07T12:00:00+0200
Es ist eine Mammutaufgabe, und Bildungsdezernent Peter Renzel weiß, dass sie nie erledigt sein wird: Ab 2013 haben auch Kinder unter drei Jahren einen Rechtsanspruch auf eine Betreuung in einer Kita oder bei einer Tagesmutter. Der Gesetzgeber sagt, dass dem mit einer Versorgungsquote von 35 Prozent Genüge getan ist, die Stadt Essen peilt 40 Prozent bis 2015/16 an.
„Bis dahin schaffen wir 3100 neue Kita-Plätze – doch das wird nicht reichen“, sagt Renzel. Erfahrungsgemäß wachse der Betreuungsbedarf der Eltern stetig: Wenn diese auf ihren Rechtsanspruch pochten, könne man sich nicht auf Quoten oder Richtwerte zurückziehen.
Für die Stadt bedeutet das eine Kraftanstrengung: Bisher betreibt sie nur 21,4 Prozent der Kitas selbst, den Großteil der Plätze stellen freie Träger und Kirchen. Selbst wenn die Stadt nur ihren Anteil halten wollte, müsste sie 35 der 180 neuen Kita-Gruppen schaffen. Darum wurde die stadteigene Immobilienwirtschaft beauftragt, geeignete Standorte zu finden. Dort seufzt man: „Das ist ein Riesenthema, an dem wir seit zwei Jahren mit Hochdruck arbeiten.“
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17:30
Ich finde es nicht in Ordnung, dass die Kita-Plätze mit normalen Schulen verbunden werden sollen!
Was soll das jetzt schon wieder?
Dann sollen die Verantwortlichen auch gefälligst darauf achten, dass KEIN KIND gemobbt wird!
Gerade auch auf Grundschulen achten Lehrer/innen nicht genug darauf!
Sollen nun zukünftig Kindergarten-Kinder mit in Leidenschaft gezogen werden!
22:22
Schule und Kita auf einem Gelände –
Kooperationsmöglichkeiten und Stadtteilentwicklung?
Neue Kitas in Schulgelände können einen Verlust an Freiflächen bedeuten, wie Eltern und Schulleitungen bemängeln.
Die dramatisch sinkenden Schülerzahlen gefährden leider aber auch viele Schulen in ihrem Bestand, weil nicht mehr die erforderliche Mindestzahl an Schülern/innen für eine funktionierende Schule erreicht werden kann. Mit weniger Schüler/innen könnten zwar die heiß gewünschten kleineren Klassen gebildet werden, leider aber meistens auf Kosten der Schulqualität. Es werden dann nicht mehr genügend Lehrer/innen zur Verfügung stehen, um z. B. den Vertretungs- und Förderunterricht angemessen zu organisieren. Viele Grundschulen werden schließen müssen, weil sich das Land keine Zwergschulen personell und finanziell leisten kann und will. Unwahrscheinlich ist, dass die Wähler heftig für die dann erforderlichen Steuererhöhungen eintreten.
Zusätzliche Kitas auf freiem Schulgelände ließen zwei
14:35
Tatsächlich ist die "pädagogisch wertvolle Idee", KITAS und Grundschulen auf einem Grundstück zu vereinen, gar nicht im Grundsatz falsch. Beispiele gibt es ja durchaus schon (z.B. Waldorfschulen)
Aber darum geht es hier ja nicht.
Es geht einzig darum, möglichst problemlos und kostengünstig neue KITAS zu errrichten. da muss man keine neuen Grundstücke kaufen, Ärger mit den Nachbarn sind nicht zu erwarten, da Menschen, die neben einer Grundschule wohnen, eh Lärm gewohnt sind.
Dass das zu Lasten der Grundschüler geht, interessiert dabei nicht. Man kann ja die Eltern der Schüler so wunderbar moralisch unter Druck setzen.
10:01
"pädagogisch wertvolle Idee".
Klar, die Schulkinder brauchen ja keinen Platz, um sich in der Pause Bewegung zu verschaffen...
18:20
Dann können ja die großen auf die kleinen aufpassen. Is nix neues, die führenden Köpfe der Stadt Essen sind echt Gaga.
16:59
..... wenn man sich mal vorstellt, das bei gutem Wetter die Fenster der Schule offen stehen um frische Luft in die Klassenräume zu lassen und zeitgleich die Kinder der Kita draußen spielen.
Aber soetwas wird wohl kaum geschehen. Sollten doch die Kita-Kinder während des Unterrichts draußen sein, so wird natürlich ein so geringer Geräuschpegel herrschen, das die Konzentration der Grundschüler nicht gestört wird.
16:41
denke mal dann wird es in Essen Container Kindergartenplätze geben; oder aber die Schüler haben während der Bauzeit kein Schulhof.(SICHERHEIT) Und ob das dann vom Jugendschutz, so rechtend s ist ist auch noch eine frage oder ?
15:50
"Der zuständige Dezernent Peter Renzel spricht von einer pädagogisch wertvollen Idee".
Dezernent Renzel hält es also für pädagogisch wertvoll, den vorhanden Platz auf Schulhöfen entscheidend zu verkleinern und gleichzeitig die Zahl der benutzenden Kinder zu vergrößern. Er hält es für pädagogisch wertvoll, Schulgärten an denen Generationen von Eltern und Kindern mitgearbeitet haben und die durch deren Spenden und Sponsorengelder finanziert wurden, einfach plattzumachen nur um zusätzlichen Platz zu schaffen. Schulgärten, mit denen die Kinder an die Natur herangeführt werden sollen, zu der sie ansonsten viel zu wenig Kontakt haben. Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...
Was hat das auch nur im entferntesten mit Pädagogik zu tun? Gar nichts. So sieht absolute Hilflosigkeit und Inkompetenz aus. Die Unfähigkeit Probleme zu lösen, die seit Jahren bekannt sind und ignoriert wurden...
Machen sie sich nicht weiter lächerlich, Herr Renzel - und treten sie einfach zurück!
15:32
Damit ist es wieder geschafft, Bevölkerungsgruppen gegneneinander zu hetzen, um von den selbstgemachten Problemen der Politik abzulenken.
Da wird ein Rechtsanspruch auf KITA-Plätze für unter 3jährige beschlossen, die Verantwortung dafür wird einfach weitergereicht. Zunächst an die Kommunen, die völlig überfordert sind.
Und jetzt wird der "Schwarze Peter" an die bösen Grundschul-Eltern weitergereicht.
Und in Berlin klopfen sie sich auf die Schulter wegen ihrer tollen Familienpolitik.
Also hätten die in Berlin den überforderten Essener Rat wegen Unfähigkeit auflösen sollen?
Ich glaube Ihenn nicht, dass Sie sowenig verstanden haben. Das kann gar nicht sein.
15:06
„Der Rat entscheidet, und ich bin mal gespannt, wie der reagiert, wenn sich die Eltern von Grundschülern gegen Eltern von Kleinkindern stellen.“
Alleine dieser Satz dokumentiert den Zustand unserer Gesellschaft: nur noch Egoismus anstatt Interesse an gemeinsamen Lösungen. So wird das aber nichts....