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Rassismus

Rechte Gewalt - Die Suche nach dem Gegengift

16.11.2012 | 15:30 Uhr
„Rechts sein“ – was heißt das eigentlich? Und wo fängt das an? An Essener Schulen wollen die Direktoren Wertschätzung vermitteln - jeden Tag.Foto: WAZ FotoPool

Essen.   Der erschreckende Befund zu rechten Tendenzen in der Gesellschaft lässt erneut den Ruf nach Bildung als Vorbeugemaßnahme laut werden. Was kann Schule tun?

Leo van Treeck verschluckte sich dieser Tage bei der morgendlichen Zeitungslektüre erstmal kräftig an seinem Kaffee. Was die neue Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung in Sachen Rechtsextremismus zu Tage förderte, hat auch dem Leiter der Erich-Kästner-Gesamtschule einen ordentlichen Schrecken eingejagt.

Rechte Einstellungen sind demnach inzwischen bei neun Prozent der Deutschen fest verankert. Sie befürworten eine Diktatur, verharmlosen den Nationalsozialismus, hegen Vorurteile gegenüber Juden und Ausländern und sind der Ansicht, dass es „unwertes Leben“ gibt.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Um die Zunahme solcher Überzeugungen zu stoppen – darüber herrscht weitestgehend Einigkeit – braucht es vor allem eines: Bildung. Hier kommen die Schulen ins Spiel, wie die von Leo van Treeck. Was tun Schulen in Essen, um dem Trend nach Rechts entgegenzuwirken und Kinder und Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren?

Wie viel können Projekte wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bewirken, dem sich die Erich-Kästner-Gesamtschule vor zehn Jahren als erste Schule in Essen anschloss? Und wie groß ist das Rassismus-Problem an den Schulen vor Ort?

Schule ein Abbild der Gesellschaft

Dass es existiert, würde van Treeck nie leugnen, von daher nimmt er auch die Umfrage sehr ernst. „Schule ist ein Abbild der Gesellschaft und wenn die Studie den Querschnitt der Bevölkerung zeigt, dann muss ich einräumen, dass solches Gedankengut auch an der Erich-Kästner-Gesamtschule existiert.“

Wird es offenbar – etwa in Form verfassungsfeindlicher Symbole – kennt van Treeck kein Pardon, er hat auch schon Schüler angezeigt. Kleidung von den in der rechten Szene bevorzugten Marken ist in der Schule verboten, und wenn jemand einen „verdächtigen Haarschnitt“ trägt, bittet van Treeck zum Gespräch.

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Kommentare
17.11.2012
11:01
Suche nach dem Gegengift??????
von Aufdecker | #5

Also erstens sollte man nicht eine Jugend aufgrund ihrerseits Orientierungslosigkeit mit negativen Begriffen wie mit "GIFT" in eine Ecke "stopfen"!...
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Rechte Gewalt - Die Suche nach dem Gegengift
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http://www.derwesten.de/staedte/essen/die-suche-nach-dem-gegengift-id7297229.html
2012-11-16 15:30
Friedrich-Ebert-Stiftung,Rechtsextremismus,Erich-Kästner-Gesamtschule,Michael Wolf,Elsa-Brändström-Realschule,NPD-Zentrale
Essen