Die Spender fliegen aufs neue Spatzennest

Martina Heuer, Leiterin der Kindernotaufnahme in Altenessen, und Kinderschutzbunds-Vorsitzender Ulrich Spie mit den Spendersteinen und dem neuen Spendenbarometer, das den
Martina Heuer, Leiterin der Kindernotaufnahme in Altenessen, und Kinderschutzbunds-Vorsitzender Ulrich Spie mit den Spendersteinen und dem neuen Spendenbarometer, das den
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Dank der vielen kleinen und großen guten Taten der NRZ-Leserinnen und Leser sind bereits über 60.000 Euro zusammengekommen.

Essen.. Die Puppenbühne der Essener Feuerwehr sammelt schon eifrig: 180 Euro an Spenden sind zuletzt für die neue Notaufnahme des Kinderschutzbundes zusammengekommen. Es soll noch mehr werden. Eine Tombola der Ruhrlandschule für kranke Kinder brachte 150 Euro für das geplante „Spatzennest“ an der Zweigstraße in Borbeck ein, und am 10. Juni wird beim ersten Essener „Montino Men’s Fashion Event“ ebenfalls Geld gesammelt für den dringend benötigten Neubau der Einrichtung für misshandelte, missbrauchte und vernachlässigte kleine Essener.

Dies ist nur eine kleine Auswahl der vielen kleinen und großen guten Taten, die sich die NRZ-Leserinnen und -Leser haben einfallen lassen. Die Spender fliegen aufs Spatzennest, so scheint’s, die NRZ-Spendenaktion nimmt Fahrt auf. Über 60.000 Euro gingen bislang auf dem Konto des Kinderschutzbundes ein. 900.000 Euro werden benötigt. Und: 30 der Spendersteine sind inzwischen vergeben an Unterstützer, die 1000 Euro oder mehr aufgebracht haben, um die zweite Essener Notaufnahme für die besonders kleinen Spatzen möglich zu machen.

Kinderschutzbund baut zweite Notaufnahme

Neben den Namen der Spendern, die auf Wunsch jeden der Steine zieren, können auch ganz persönliche Gravur-Vorstellungen in der Klinkerfassade ermöglicht werden. Der ein oder andere hat seine Ideen bereits umsetzen lassen: „Möge dieses Haus auch ein Heim sein“, „Geachtet werden“, „Eine gute Zukunft“, „Nie einsam sein“, „Für eine gute Zukunft aller Kinder“ lauten einige der guten Wünsche, die Geldgeber dem neuen Haus und seinen Bewohnern mit auf den Weg geben wollen.

Rund 80 Kinder finden jährlich Schutz in der bereits existierenden Notaufnahme an der II. Schichtstraße in Altenessen. Gleichzeitig müssen jedes Jahr rund 100 Anfragen nach Schutz und Aufnahme von Kindern abgelehnt werden, da freie Plätze fehlen. Zudem wird der Nachwuchs, der vor Missbrauch und Gewalt geschützt werden muss, zunehmend jünger. Immer häufiger ist das Spatzennest deshalb Zufluchtsstätte für Kleinkinder und Kinder im Vorschulalter.

Aus diesen Gründen hat der Kinderschutzbund den Bau der zweiten Kindernotaufnahme in Angriff genommen. An der Zweigstraße sollen künftig besonders Kinder im Vorschulalter Schutz und Aufnahme finden. Die Architektur und das pädagogische Konzept der Einrichtung orientieren sich an den besonderen Bedürfnissen dieser Altersgruppe. Dazu zählen neben einem großzügig angelegten gemeinsamen Wohnbereich und den Kinderzimmern auch ein eigener Therapiebereich. Da die Aufnahme eines Kindes nach einer akuten Krisensituation in der Familie nicht selten in der Nacht notwendig wird, steht künftig ein Einzelappartement zur Verfügung, das auch räumlich eine individuelle Betreuung durch eine Mitarbeiterin ermöglicht, damit der junge Mensch erst einmal ankommen und Ruhe finden kann. Liebe NRZ-Leserinnen und -Leser: Unterstützen auch Sie den Bau des neuen Spatzennests. Auf Wunsch berichten wir gerne über ihr persönliches Engagement.

  • INFO:
  • ■ Die neue Kindernotaufnahme soll Ende des Jahres in Betrieb gehen. Um die Pläne zu realisieren, benötigt der Kinderschutzbund Unterstützer.

  • ■ Spendenüberweisungen unter dem Stichwort „Kleine Spatzen“ sind möglich auf folgende Konten des Kinderschutzbundes:

  • ■ Nationalbank AG, IBAN: DE54 3602 0030 0000 1141 11, BIC: NBAGDE3E

  • ■ Sparkasse Essen, IBAN: DE70 3605 0105 0000 2907 00, BIC: SPESDE3E

  • ■ Der Kinderschutzbund stellt Spendenquittungen aus.

  • ■ Nähere Informationen zu der Spendenaktion und dem Bauvorhaben geben Rilana Decker vom Kinderschutzbund unter 49 55 07 55 und NRZ-Redakteur Jörg Maibaum unter 804 26 52.