Die Schadenssumme nach dem Supergewitter steigt
06.07.2009 | 21:53 Uhr 2009-07-06T21:53:00+0200
Essen. Der Schaden durch das Freitags-Gewitter fällt deutlich höher aus als zunächst angenommen. Mehreren hundert Bewohnern des Essener Nordens sind die Keller abgesoffen, nun meldete die Stadt: Auch zehn Schulgebäude vor allem in Katernberg haben Wasserschäden erlitten.
Eine Million Euro Sachschaden, war am Wochenende die erste Schätzung. Seit gestern wird immer deutlicher, dass die Schadenssumme mindestens zehnmal so hoch ausgefallen sein wird, wenn die Immobilienwirtschaft der Stadt am Freitag mit der Schadensaufnahme fertig wird. Am Nordostgymnasium etwa landete ein Baum auf der Sporthalle, in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule wurde der ebenerdige Verwaltungstrakt geflutet. In vielen Schulen im Essener Norden laufen derzeit ebenso die Gebäudetrockner wie in den Kellern Katernberger Häuser. In einigen Straßen türmten sich in jedem Vorgarten feuchte Trümmer: Überreste aus den voll gelaufenen Kellern. Wo das Wasser die Sicherungskästen erreichte, waren die Gebäude ohne Strom.
„Uns hat es sehr schwer erwischt”, bilanziert Julia Trippler vom Revierpark Nienhausen die Schadensaufnahme am Montag. Geflutete Keller im Schwimmbad und im Forum, durchgeregnetes Dach im Restaurant und etliche umgeknickte Bäume. „Das wirft uns in der Arbeit zwei Wochen zurück”, sagt Julia Trippler. Dennoch überwiegt die Erleichterung darüber, dass den mehreren tausend Besuchern beim Parkfest am Freitagabend nichts passiert ist. „Die Leute konnten ja nicht weg. Alle Zufahrten standen unter Wasser. Die Autos vor dem Activarium waren weg bis zu den Seitenspiegeln.”
Glimpflich ist der Grugapark davongekommen. „Es ist so gut wie nichts passiert”, sagt Programmplaner Eckhard Spengler. Insgesamt zählt Grün und Gruga 30 Bäume im Stadtgebiet, die umgestürzt oder durch Blitzeinschläge in den Kronen gebrochen sind. Die Förster haben die Inspektion der Wälder aber noch nicht beendet. Überprüft werden müssen auch noch etliche Wanderwege. Der Radwanderweg entlang der Ruhr etwa ist von den Wassermassen stark unterspült worden.
Die gute Nachricht zum Schluss: Die Westviertel-Seenplatte zwischen Frohnhauser, Bunsen- und Münchener Straße, die sich bei fast jedem Starkregen bildet, soll trockengelegt werden. Nächstes Jahr beginnen die Stadtwerke mit dem Bau größerer Gas- und Wasserleitungen entlang der Schederhof- und der Frohnhauser Straße.
10:40
Herr Kai Süselbeck wo war denn das Supergewitter?
18:43
....soll trockengelegt werden. Nächstes Jahr beginnen die Stadtwerke mit dem Bau größerer Gas- und Wasserleitungen ......
Und das soll helfen ?? Oder soll das Volk die Plörre demnächst noch trinken und Gasgeräte damit betreiben ??