Die Grünen nennen die Flächenvorschläge „unsinnig“

Nicht nur der Naturschutzbund Ruhr übt massive Kritik an dem Vorgehen der Planungsverwaltung. „Der Politik lediglich ungeprüfte und nicht nach umwelt-, klima- und naturschutzrelevanten Kriterien bewertete freie Flächen für Wohnen und Gewerbe seitens der Planungsverwaltung vorzulegen, ist das Gegenteil von integrierter Stadtentwicklungsplanung“, so Christoph Kerscht, planungspolitischer Sprecher der Grünen-Ratsfraktion.

Statt im Vorfeld einen verwaltungseinheitlichen Vorschlag unter Berücksichtigung der Belange der Umwelt, des Sportes oder der Kindergarten- und Schulentwicklungsplanung zu erarbeiten, habe Planungsdezernent Hans-Jürgen Best den vermeintlich einfachsten Weg gewählt. „Das Ergebnis sind unsinnige Vorschläge wie die Bebauung des Sportplatzes Windmühle, wo die Stadt gerade erst ein halbe Million Euro in einen neuen Kunstrasenplatz investiert hat“, wettert Kerscht.

Die Strategie des Planungsdezernenten bestehe offensichtlich darin, auszuloten, bei welchem Flächenvorschlag sich der meiste Bürgerprotest und politische Widerstand organisiert. Das führe dazu, dass es nur in solchen Stadtteilen zu Änderungen komme, wo sich auf Grund der Sozialstruktur der Bevölkerung Widerstand gut organisieren lasse.