Die EBE-Affäre ist noch nicht zu Ende

Es bleibt dabei: Die Entsorgungsbetriebe Essen und ihr ehemaliger Chef Klaus Kunze sind noch immer für (negative) Überraschungen gut. Die privaten Ermittler von Esecon mögen ihren Abschlussbericht vorgelegt haben, abgeschlossen ist die „EBE-Affäre“ damit noch nicht.

Wohl wahr: Besonders Erhellendes, das nicht schon bekannt war, ist nicht ans Licht gekommen. Die mit Rücksicht auf Personen und Datenschutz erstellte Kurzfassung enthält jedenfalls nicht viel neues. Und ob es sich lohnt, dem Verdacht weiter nachzugehen, da habe jemand Kaffee oder Süßigkeiten unterschlagen, darf man mit Recht bezweifeln. Mancher stellt bereits die Frage, ob sich der Aufwand denn ausgezahlt hat angesichts der 1,7 Millionen Euro, die sich die EBE die internen Ermittlungen auf Drängen des Mitgesellschafters Remondis hat Kosten lassen.

Es sei daran erinnert: Der private Entsorger mag eigene Interessen verfolgen, ohne die Beharrlichkeit von Remondis säße Klaus Kunze aber wohl heute noch auf seinem Stuhl.

Nein, die EBE-Affäre ist längst nicht beendet. Noch hat die Staatsanwaltschaft das Wort. Es steht zu befürchten, dass auch sie nicht alle offenen Fragen beantworten wird. Die leider viel zu späten Erkenntnisse um die Finanzierung des Betriebshofes an der Pferdebahnstraße aber erwecken den Eindruck, der Sumpf bei der EBE könnte noch viel tiefer sein.