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Die Borbecker wollen ihr Stadtbad nicht kampflos aufgeben

24.02.2014 | 00:17 Uhr
Die Borbecker wollen ihr Stadtbad nicht kampflos aufgeben

Essen-Borbeck.   Der TuS 84/10, der das Stadtbad in Essen-Borbeck betreibt, fürchtet das die Schwimmhalle dem Badneubau auf dem Turmfeld geopfert wird. Sportdezernent Anderes Bomheuer sagte unlängst im Sportausschuss: Zum Erreichen der Sparziele könnten möglicherweise mehrere Bäder aufgegeben werden.

Der aktuelle Stillstand im Bäderkompromiss bereitet den Mitgliedern des TuS 84/10 erhebliche Kopfschmerzen. Der Verein, er betreibt das Stadtbad in Borbeck, fürchtet, dass die Schwimmhalle an der Vinckestraße bei Kostensteigerungen für den Badneubau auf dem Turmfeld geopfert und damit geschlossen wird.

Bereits im Frühjahr 2012 hat die Vereinsspitze gefordert, dass „der Bäderkompromiss eingehalten werden soll“, sagt Kevin Kerber, Vorsitzender TuS 84/10. „Aber bis heute sind keine weiteren Planungen seitens der Sport- und Bäderbetriebe für das Stadtbad Borbeck eingeleitet worden.“ Nach dem Aus für die Oase in Frohnhausen würde in Borbeck dann das zweite Hallenbad im Essener Nordwesten wegen ausbleibender Modernisierung leerlaufen.

Fehlt das Geld für die geplanten Investitionen im Stadtbad Borbeck?

„Die Befürchtungen, dass das Projekt Thurmfeld deutlich teurer werden kann, zeichnen sich durch die aktuellen Bodenbelastungen im Baugebiet der Nord-City ab – auch wenn die Altlastensanierung vom Verband AAV übernommen wird“, erklärt Kewin Kerber. „Außerdem werden die Stimmen lauter, dass die Kosten für den Bau nicht mit dem geplanten Budget von 9,7 Millionen ausreichen werden.“

Dies hätte zur Folge: Für die geplanten Investitionen im Stadtbad Borbeck hat die Stadt dann fast kein Geld mehr. Das Bad müsste auf unbestimmte Zeit im jetztigen Zustand bleiben.

Auch die Aussagen des Sportdezernenten, Anderes Bomheuer, im Sportausschuss zum Spar-Marathon der Sport- und Bäderbetriebe sorgt im TuS 84/10 für Verwirrung. Bomheuer merkte an: Zum Erreichen der Sparziele könnten möglicherweise mehrere Bäder aufgegeben werden. Dazu Kerber: „Der TuS 84/10 kann nicht die Probleme der Sport- und Bäderbetriebe lösen.“ Solch eine Idee trage schon gar nicht zum gesellschaftlichen Leben in der Stadt Essen bei.

Stadtbad ist wichtig für die Infrastruktur in Borbeck

Denn, wie schon mehrfach vom Vorsitzenden des TuS 84/10 deutlich gemacht, ist das Stadtbad Borbeck für die Infrastruktur in Borbeck ein sehr wichtiger Faktor. Nicht nur, dass über 40.000 Schulkinder im Jahr das Stadtbad Borbeck besuchen, sondern auch das Sport- und Gesundheitszentrum in Borbeck und Umgebung fest etabliert ist.

„Wir sind mit unseren Sportangeboten ziemlich gut aufgestellt und wollen unsere Teilnehmer nicht beunruhigen, dass das Stadtbad Borbeck dem Sparkurs der Sport- und Bäderbäderbetriebe zum Opfer fällt“, so die Geschäftsführerin Gudrun Schakau-Folgner.

Im Budget der SBE für das Jahr 2014 ist ein Betrag von 685.000 € für Planungskosten des Stadtbad Borbeck vorgesehen. „Wir glauben, dass der richtige Ansatz und Zeitpunkt zu planen, jetzt wäre um im Anschluss der Fertigstellung des Bad am Thurmfeld mit dem Projekt Stadtbad Borbeck zu beginnen“, so Kevin Kerber.

„Wir wünschen uns, dass durch den Sportdezernenten Andreas Bomheuer nun endlich Taten folgen und dass die Planungen im Stadtbad Borbeck angestoßen werden“, so Kerber abschließend.

Frank-Rainer Hesselmann



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Kommentare
Kommentare
25.02.2014
01:26
Die Borbecker wollen ihr Stadtbad nicht kampflos aufgeben
von Sodbrenner | #5

Zur Erinnerung: Es ist immer ein Schwimmbad in Bau ! Heute : Es ist immer ein Schwimmbad im Abbruch.
Nur, wenn kein Schwimmbad mehr vorhanden ist ? äääh ? ach ja das Rathaus , das müßte nach über 50 Jahren auch mal wieder abgerissen werden.

24.02.2014
17:22
Wer sagt, dass das Thurmfeld teurer wird?
von marcwause | #4

Der TuS 84/10 sollte sich um den Sport kümmern und nicht den Wahlklampf beginnen!

Das die WAZ diese unquzalifizierten Äusserungen auch noch abdruckt spricht Bände.

24.02.2014
12:10
Die Borbecker wollen ihr Stadtbad nicht kampflos aufgeben
von messejoker | #3

ich würde mir auch wünschen das es auch weiterhin ein Hallenbad für die Borbecker Bürger /innen geben wird, aber auf Grund der aktuellen und auch zukünftigen finanz. Situation sehe ich da keine große Chance das Borbecker Hallenbad zu erhalten.Leider !

24.02.2014
11:36
Planungsfehler nicht auf den Bürger anwälzen
von BorbeckerBefreiungsFront | #2

Wenn durch Planungsfehler das Projekt Thurmfeld teuerer wird, sollten die Konsequenzen dort gezogen werden und nicht in Borbeck.
Das Schwimmbad in Borbeck ist wichtig für die umgebenden Schulen und die Bevölkerung.
Ich erwarte ein klares Bekenntnis von CDU, SPD und den Grünen zum Erhalt und zur Renovierung des Bades.
(Die FDP falls noch vorhanden will sowieso alle Bäder schließen).
Gerade vor dem Kommunalwahlkampf ist eine solche Aussage wichtig.
Gerade zur Messeinvestition war verkündet worden, dass Millionen zur Verfügung stehen. Jetzt wo sich der Messeausbau verschiebt, sollten die Gelder zur Verfügung stehen.
Keine Stimmen den Schwimmbadschließern. Essen soll wieder eine soziale Stadt werden.

24.02.2014
09:31
Essen und seine Schwimmbäder...
von duebel13 | #1

Es gibt kaum ein Thema, bei dem der Dilettantismus und teilweise auch die Verlogenheit der hiesigen Politiger - egal, or rot oder schwarz - so deutlich wird. Einen guten Teil seiner Schulden hat Essen den samt und sonders gescheiterten Schwimmbad-Projekten zu verdanken. Pleiten, Pech und Pannen, wohin das Auge blickt. Erinnert sich noch jemand an das unselige Gildehofbad? An das plattgemachte Nöggerathbad? Bei dessen Schließung man hoch und heilig versprochen hatte, das Hesse-Bad in Dellwig zu erhalten? Und wie sieht es da heute aus? Die ganzen sinnlos in der Oase verblasenen Millionen? Ein einziges Armutzszeugnis.
Wird Zeit, dass da endlich ein nachhaltiges Konzept erarbeitet wird, das auch finanzierbar ist. Schönen Gruß auch an unseren OB Herrn Pass - und eine kleine Erinnerung daran, dass Sie damals hauptsächlich nur deshalb ins Amt gewählt wurden, weil Sie sich der Schließung weiterer Bäder entgegenstellen wollten. Was ist davon geblieben?

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