Die besten Nachwuchs-Retter

Kettwig/Cottbus..  Ein Herzinfarkt, ein Sturz vom Klettergerüst oder eine verunglückte Inline-Skaterin: Die Szenarien, die die Nachwuchs-Retter des Regionalverbandes Essen beim 24. Bundeswettkampf der Johanniter in Cottbus zu bewältigen hatten, waren aus dem Alltag gegriffen. Neben diesen Übungsszenarien gab es noch einen theoretischen Teil, Praxistests zum raschen Erkennen von Verletzungen sowie ein Trageparcours.

Beim Bundeswettkampf der Johanniter wird in vier Mannschaftskategorien gestartet. In jeder Kategorie tritt die jeweils beste Mannschaft ihres Landes gegen die anderen Landesverbände an. Für Nordrhein-Westfalen gingen Kinder und Jugendliche aus Kettwig in diesem Jahr in drei von vier Altersklassen ins Rennen: bei den über 16-jährigen Ersthelfern, bei den 12- bis 16-Jährigen sowie bei den Kindern (6 bis 12 Jahre). Sie hatten sich im vergangenen Sommer beim Landeswettkampf in Detmold qualifiziert. Insgesamt waren in Cottbus rund 400 aktive Wettkampfteilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik sowie Gastmannschaften aus Polen und Ungarn am Start.

Am Ende war der Jubel bei den Kettwiger Johannitern groß: Sie entschieden die Wettkämpfe in den Mannschaftskategorien A und B für sich, die Jüngsten (Kategorie C) belegten den dritten Platz. „Ein wirklich tolles Ergebnis, dass zeigt, mit welch hoher Qualität junge Ehrenamtliche Hilfe leisten können“, resümiert Regionalvorstand Peter Tuppeck, der den Teilnehmern zu der tollen Leistung gratulierte.

Der Ortsverband der Johanniter Unfall-Hilfe Kettwig wurde am 14. Oktober 1961 gegründet. In einer Chronik heißt es: „Dann endlich, Anfang 1966, konnte man die erste eigene Unterkunft beziehen. In der Hauptstraße nahe der Kaiserstraße. Als dann vom ersten Ortsbeauftragten Rüdiger von Hertzberg das erste Funkgerät übergeben wurde, war die Freude der Helfer riesig, denn nun war eine direkte Funkverbindung zur Feuerwehr geschaffen. Ende des gleichen Jahres war die Helferschaft so angewachsen, dass die Landesleitung der Johanniter-Unfall-Hilfe einen komplett neuen Katastrophen-Sanitätszug an die JUH Kettwig übergab. Dadurch besaß man jetzt zusätzlich zwei Krankenwagen, einen Materialwagen, ein Motorrad und viel, viel Hilfsmaterial. Doch welche Arbeit damit verbunden war, merkte man erst anschließend...“

2010 erfolgte der Umzug vom Hinterhof an der Hauptstraße in die neuen Gebäude an der Ruhrtalstraße. Auch dort steht die Aus- und Fortbildung des Johanniter Nachwuchses im Mittelpunkt.