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Die Baustellen des Essener Einzelhandels

07.01.2013 | 19:43 Uhr
Die Baustellen des Essener Einzelhandels
Foto: MÜLLER, Oliver

Der Einzelhandelsverband erwartet ein spannendes Jahr. 2013 könnten weitere Entscheidungen fallen, die für den Handel zukunftsweisend sein werden. Es geht um Ikea-Umsiedlung, die Fusion städtischer Gesellschaften und das Ladenschlussgesetz.

Aus Sicht des Einzelhandelsverbandes (EHV) Ruhr gibt es 2013 drei große Themen, die für den Einzelhandelsstandort Essen richtungsweisend sein könnten: Ikea, EMG-Fusion und Ladenschlussgesetz.

Der EHV warnt im Fall Ikea davor, das Zentrenkonzept aufzuweichen. „Jetzt, wo sich die Innenstadt positiv entwickelt, wäre das völlig kontraproduktiv“, sagte EHV-Hauptgeschäftsführer Marc André Heistermann. Ikea will sein Haus in Essen erweitern und zudem ein Fachmarktzentrum ansiedeln. Dafür sucht der Möbelriese eine neue Fläche, weil der derzeitige Standort zu klein sei. Der EHV lehnt das Fachmarktzentrum wegen der befürchteten Konkurrenz zur Innenstadt ab und befürwortet nur eine Erweiterung des Möbelhauses - möglichst am jetzigen Standort. Allerdings haben sich Lokalpolitiker bereit gezeigt, auf Ikea zuzugehen. Die Frage wird sein: Bietet man Ikea einen Alternativ-Standort an und darf auch der Fachmarkt kommen?

Kritisch sieht der Einzelhandel des Weiteren einen möglichen Zusammenschluss von Essener Marketing Gesellschaft (EMG), Wirtschaftsförderung und Messegesellschaft. Einen Prüfauftrag hatte der Stadtrat der Verwaltung erteilt. „Wir sind mit der Arbeit der EMG zufrieden und befürchten durch eine Fusion Qualitätseinbußen“, so Heistermann. Gerade im Wettbewerb mit den umliegenden Einkaufszentren könne sich Essen jetzt keine Experimente leisten, die der City schaden könnten. Die Kritik kommt nicht überraschend, schließlich ist der Vorstandsvorsitzende des EHV, Jürgen Bessel, auch Vorsitzender des Essen Marketing Service e.V. - dem Gesellschafter der EMG.

Schließlich kommt auf den EHV eine Mittlerrolle zu, falls das neue Ladenschlussgesetz kommt. Dann wären 2014 nur noch 13 verkaufsoffene Sonntage erlaubt, und es stellt sich die Frage, wie man die Interessen der Stadtteile und der City unter einen Hut bekommt.

Janet Lindgens

Kommentare
09.01.2013
19:23
Die Baustellen des Essener Einzelhandels
von Baurat | #6

Wann hört Heistermann, gemeinsam mit dem Planer Best, endlich auf, den Unsinn eines Home-Parks in Essen zu erzählen. Ikea will seinen...
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