Deutscher Tanzpreis
06.02.2012 | 12:15 Uhr 2012-02-06T12:15+0100Einmal im Jahr blickt die Tanzwelt seit 1983 auf Essen.
Einmal im Jahr blickt die Tanzwelt seit 1983 auf Essen. Damals wurde zum ersten Mal der Deutsche Tanzpreis verliehen. Am Wochenende ging der wohl wichtigste Preis seiner Art in Anwesenheit des Schirmherrn, Bundestagspräsident Norbert Lammert, an Ivan Liška, den Chef des Bayerischen Staatsballetts München. Der 1950 geborene Tscheche, der nach dem Prager Frühling das Land verließ, war nach Stationen in Düsseldorf und München bis 1997 erster Solist des „Hamburg Ballett“ von John Neumeier. Seit 1998 pflegt er als Leiter in München das große klassische Erbe, öffnete die Truppe aber auch für Neues und gründete 2010 eine Junior Company. Den mit 3000 Euro dotierten „Zukunft“-Preis der ebenfalls vom „Verein zur Förderung der Tanzkunst in Deutschland“ und dem Berufsverband für Tanzpädagogik verliehen wird, ging an die junge türkische Solistin Gözde Özgür aus der Münchener Kompanie. Zur Gala in Essen kamen nicht nur lokale Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Auch derTschechische Konsul aus NRW, Karas Ondrej, Bettina Milz zuständig in der Düsseldorfer Staatskanzlei für Theater und Musik, Ballettdirektoren der Region aber auch die Chefin des Chinesischen Nationalballetts Jiang Shan waren zur Gala ins Aalto-Theater gekommen. Das Programm bestritt die gesamte Kompanie des Bayerischen Staatsballett mit über 70 Tänzerinnen und Tänzern. Auch Ivan Liška selbststand noch einmal auf der Bühne: in Hans van Manens Choreografie "The old Man and Me".