Deutliche Abfuhr

Hogesa-Gegenkundgebung. Achtung, Rattenfänger sind unterwegs: Ob „Hogesa“, „Pegida“ oder Nazi-Parteien: Ihnen allen passen die Mordanschläge von Paris hervorragend ins Konzept. Sollen doch wieder einmal alle muslimischen Mitbürger (wenigstens geistig) mit daran Schuld sein. Die militanten Islamisten werden sich bedanken. Denn in der Gruppe der Isolierten und Ausgegrenzten befinden sich genau die heiß begehrten jungen Männer, die man mit ein paar religiösen Gut- und Böse-Phrasen als Kanonenfutter für den „heiligen Krieg“ verheizen kann. Sind das alles Belege für einen „Kulturkampf“, der uns heimsucht? Blödsinn! Was soll das bitteschön für eine „Kultur“ sein, wenn die Hooligan-Schläger Essen heimsuchen wollen, wenn in Paris

Zeitungsredakteure niedergemetzelt und in Dresden der Hass gegen Mitbürger zelebriert werden?

Ist es nicht vielmehr so, dass hier beide Seiten unsere „Kultur“ des

friedlichen Zusammenlebens angreifen? Mit all unseren Unterschieden haben wir hier im Ruhrgebiet aber schon lange gelernt, fair und

menschlich miteinander umzugehen. Die kommende Veranstaltung „No HoGeSa - Gemeinsam gegen Rassismus und für Vielfalt in Essen!“ wird von so vielen unterstützt. Denn wir lassen uns nicht von der Fremdenfeindlichkeit der Hooligans anstecken. Und genauso lassen wir uns auch nicht unser Miteinander vergiften, indem wir ganze Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht stellen. Wir werden in Essen die Gelegenheit nutzen und all diesem widerlichen, unmenschlichen und rassistischen Gehabe eine deutliche Abfuhr erteilen.