Der Willy-Brandt-Platz gehört den Gegendemonstranten

Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ darf am kommenden Sonntag den Willy-Brandt-Platz für seine Groß-Kundgebung gegen Rassismus und für Vielfalt in dieser Stadt in Beschlag nehmen. Darauf haben sich die Organisatoren und die Polizei am Montagabend in einem Gespräch geeinigt, nachdem die „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa) ihre Demo-Anmeldung nach einem Verbot durch Essens Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr zurückgezogen und auf eine Klage beim Verwaltungsgericht verzichtet hatten (die NRZ berichtete).

Da bislang rund 150 Organisationen und knapp 200 Bürger den Aufruf des Bündnisses „Nein zu Hogesa in Essen“ ausdrücklich unterstützt haben, rechnen die Veranstalter mit einigen tausend Teilnehmern. Bündnis-Sprecher Max Adelmann kann und will sich aber nicht festlegen, ob nach dem offiziellen Rückzug der Hooligans die zuletzt erhofften 4.000 Mitstreiter tatsächlich Flagge zeigen werden.

Nach den bisherigen Planungen treffen sich die Teilnehmer ab 11.30 Uhr auf der Porschekanzel vor der Marktkirche in der Innenstadt. Nach einer kurzen Begrüßung zieht die Demonstration über die Kettwiger Straße vorbei an Burgplatz und Lichtburg bis zum Willy-Brandt-Platz. Dort beginnt gegen 13.15 Uhr die eigentliche Kundgebung mit Rednern und Musik. Um spätestens 16 Uhr endet die „Essen stellt sich quer“-Veranstaltung.

Die Polizei wird nach eigenen Angaben mit starken Kräften vor Ort sein, um die Versammlungsfreiheit der Teilnehmer zu schützen.