Der vierbeinige Staubsauger

Zugegeben: Der Hund eines guten Freundes ist ein Vielfraß. Immer wenn man nicht aufpasst, schnappt er etwas vom Teller oder wartet, bis ein Leckerchen auf den Boden fällt. Einen Vorteil hat es ja: Man spart sich das Staubsaugen.

Letztens hatte er es allerdings ein wenig übertrieben. Obwohl sein Herrchen mit Lebensmitteln äußerst sorgsam umgeht, so hatte er doch tatsächlich in der Hektik die Futtertüte offen stehen gelassen. Bär, so der Name des vierbeinigen Staubsaugers, brauchte keine Einladung und verputzte umgehend den gesamten Vorrat. Sein Magen war auf diese geballte Kalorienzufuhr allerdings nicht vorbereitet und so wartete er leidend auf sein Herrchen, der ihn nach einem langen Arbeitstag panisch zum Tierarzt fuhr. Den gesamten Abend bewegte sich Bär keinen Millimeter und lag nur in seinem Körbchen. Man sah richtig, dass er sich schuldig fühlte. Er traute sich nicht einmal, jemanden anzusehen. Sein Herrchen braucht sich jetzt zumindest keine Gedanken mehr um die Tüte zu machen. So schnell steckt Bär seine Nase sicher nicht mehr in den Sack.