Der Streit in der FDP schwelt weiter

Der interne Streit um die Aufnahme des abtrünnigen SPD-Ratsherrn Peter Lotz in die FDP-Ratsfraktion schwelt weiter. FDP-Ratsherr Andreas Hellmann will weiterhin den dringenden Wunsch seines Fraktionsvorsitzenden Hans-Peter Schöneweiß blockieren und Lotz den Beitritt in die Fraktion verwehren. Da ein solcher Beitritt einstimmig erfolgen muss, kann Schöneweiß ihn nicht erzwingen. Immerhin ist Lotz aber seit gestern Mitglied der Partei. Nur Hellmann stimmte gegen die Aufnahme. Damit gibt es die absurd anmutende Situation, dass im Rat ein frisch gebackener FDP-Mann sitzt, der allerdings vorläufig nicht der Fraktion angehören wird. Hellmann kündigte intern an, auf jeden Fall Rechtsmittel einzulegen, sollte Schöneweiß versuchen das Statut zu ändern und den Zwang zur Einstimmigkeit abzuschaffen. Lotz hat inzwischen näher begründet, warum es ihn zur FDP zieht und er bei der SPD nach 30 Jahren austrat. Ursächlich dafür seien neben dem Unmut über Parteichefin Altenkamp „auch die immer weiter nach links rutschenden Inhalte der Sozialdemokraten“, so Lotz. „Die FDP-Fraktion zeigt unter Vorsitz von Hans-Peter Schöneweiß in vielen Bereichen Wege auf, wie unsere Heimatstadt zukunftsorientiert gestaltet werden kann, ohne den Blick auf finanzielle Aspekte zu vergessen.“ Lotz wies die Darstellung von EBB-Chef Udo Bayer zurück, er habe aktiv auch beim Bürgerbündnis angeklopft. Richtig sei, dass Bayer auf ihn zugegangen sei, er aber abgelehnt habe.