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Stadtentwicklung

Der Strategieprozess „Essen 2030“ braucht mehr Geld

04.12.2012 | 19:18 Uhr
Der Strategieprozess „Essen 2030“ braucht mehr Geld
Foto: Uwe Möller

Essen.  Die Mittel für das Strukturprojekt „Essen 2030“ sind aufgebraucht. Aus Ratskreisen heißt es, dass die zuständige Wirtschaftsberatung mit der veranschlagten Summe nicht auskomme. Nun muss die Stadt wohl den Zukunfts-Prozess finanziell allein stemmen. Es ist von 300.000 Euro die Rede.

Das Strukturprojekt „Essen 2030“ leidet unter Finanzierungsproblemen. Das verlautet aus Kreisen des Rates. Demnach verhandelt Oberbürgermeister Reinhard Paß derzeit mit der Unternehmensberatung Roland Berger über weitere Leistungen, die im Rahmen des verabredeten Budgets zu erbringen sind.

Roland Berger koordiniert das Projekt im Auftrag der Stadt, soll angeblich mit der zur Verfügung stehenden Geldsumme nicht zurande kommen und benötige nun einen Nachschlag. „Essen 2030“ lebt bislang vom Geld der Interessengemeinschaft Essener Wirtschaft (IEW), die 800.000 Euro zur Verfügung stellte. „Die sind inzwischen ausgegeben“, heißt es.

Stadt sieht es etwas anders

Die Stadt stellt den Sachverhalt etwas anders dar. „Wir sind im Budget geblieben“, so Sprecherin Nicole Mause. Allerdings stehe nun nach „der Grob- die Feinplanung an“, die in den 800.000 Euro nicht enthalten gewesen sei. Weiteres Geld der Wirtschaft ist allerdings nicht zu erwarten. Mause zufolge wird die Stadt deshalb demnächst den Rat bitten, städtische Mittel für die Weiterführung von „Essen 2030 “ zu bewilligen. Dem Vernehmen nach soll es sich um 300.000 Euro handeln.

Frank Stenglein



Kommentare
15.12.2012
22:36
Der Strategieprozess „Essen 2030“ braucht mehr Geld
von damalsinessen | #8

nachdem man den Rahmen für die Strategie nun hat, erübrigt sich die weitere Beratungsleistung von Roland Berger.
Die Damen und Herren der Stadt sollten doch nun in der Lage sein, mit den wichtigsten Rahmenpunkten der Strategie den Verbesserungsprozess zu starten. Sonst werden sie bis 2030 nicht fertig!

Liebe Politiker....Spart Euch das weitere Geld und gründet mit vernünftig bezahlten Fachleuten aus der Wirtschaft und Wissenschaft einen eigenen Think Tank der eine permanente Verbesserung der Stadt Essen im Auge hat!

Billiger und vorteilhafter für die aktuellen und nachwachsenden Bürger.
Es ist schrecklich frustrierend diese Orientierungslosigkeit der Essener Politik mit anzusehen.

Alleine die bislang definierten Punkte der Strategie verdienen nichtmal diesen Namen und bringen die Stadt kein Stück weiter in Richtung Zukunftsfähigkeit. Essen sollte sich eigentlich alleine aufgrund seiner Größe mit den MEtropolen Deutschlands messen. Anstatt Dessen fallen wir immer weiter zurück....

05.12.2012
19:31
Der Strategieprozess „Essen 2030“ braucht mehr Geld
von Erika_Denter | #7

Die Stadt hat 300.000,- Euro übrig?

Warum dann nicht für die Musiklehrer an der Folkwangschule?

OB Paß spricht doch immer davon, dass Kinder und Jugend sein Schwerpunkt seien - das kann er jetzt unter Beweis stellen.

05.12.2012
13:45
Der Strategieprozess „Essen 2030“ braucht mehr Geld
von benjust | #6

Mit Unternehmensberatern darf man keine Geschäfte machen. Laut Volker Pispers gehört dieses Betätigungsfeld zu den unnützesten und für den Kunden gefährlichsten Berufen der Menschheitsgeschichte, weil Unternehmensberater alles wissen, aber nichts können. Was diese Wullf-nahen Pseudoberater können, ist ihre Fantasien überteuert an Kunden, jetzt die Stadt Essen, zu verkaufen. Die 300.000 € werden nicht die letzte Forderung des Spezis Berger sein. Damit ist das Versprechen der Damen und Herren um Herrn Berger schon jetzt gebrochen, weil das Projekt Essen2030 der Stadt keinen Cent kosten sollte. Sollte sich der Rat und die Verwaltungsspitze dazu entschließen, diese Summe zu bezahlen, dann sollten sie besser auf den Stärkungspakt Finanzen der rot-grünen Landesregierung verzichten. Man weiß ja schon jetzt, wo das Geld dann hinfließt.

05.12.2012
13:10
Der Strategieprozess „Essen 2030“ braucht mehr Geld
von d-tail | #5

Ja, das Roland Berger mit der Summe nicht zurande kommt, ist wenig überraschend. Die werden sich halt in ihren offenen "Think Tank" Büros einen Ast ablachen und die Stadt Essen weiter ausnehmen.

Ich hätte einen kostenlosen Vorschlag, ganz günstig: Einfach mal nach München schauen. Da sieht man wie eine erfolgreiche Stadt aussieht, auch hinsichtlich Infrastruktur/ÖPNV usw.

05.12.2012
11:16
Eine Schmährede
von eimerweise | #4

...mehr braucht es wohl nicht. #1, 2 und 3 haben alles gesagt.

Gibt es vielleicht einen Kommentator, der unsere Stadtverwaltung mit ihrem "BitteliebeBürgerhelftunsdochirgendwie-Strategieprozeß Essen 2030" nicht für unfähig, geldverschwendend und dann doch nützlich hält?

05.12.2012
09:48
Strategieprozess „Essen 2030“ braucht mehr Geld
von damalsinessen | #3

kurz und knapp.

Das vorhandensein einer langfristigen Strategie macht Sinn, sollte jedoch von allen Fraktionen der Stadt mitgetragen werden (damit die nächste regierenden Partei sie nicht postwendend wieder abschafft....)

Grundsätzlich richtig ist es zudem sich eine "Starthilfe" durch ein Beratungsunternehmen an Board zu holen, um die wichtigsten Strukturen sowie Handlungsfelder, Termine, Meilensteine und den Rahmen zu definieren.
Danach sollte jedoch an eine Fachabteilung der Stadt übergeben werden, bspw. Stadt/-Wirtschaftsentwicklung, die es überwiegend selbstständig mit !qualifizierten! Leuten beabeiten.

Was hier jedoch wieder an Kosten fabriziert wird, erinnert wieder mal an die hilflose öffentliche Hand, die ohne Gesamtkonzept agiert und die Tragweite eines solchen Projektes mal wieder zu spät erkennt mit entsprechenden unnötigen Kostenüberschreitungen.

05.12.2012
09:45
Strategieprozess „Essen 2030“ braucht mehr Geld
von tabledancer | #2

Man hätte drauf wetten können, als zu Beginn des Projektes "ESSEN.2030" verkündet wurde, dass die Kosten von rund 800.000 Euro durch die Essener Wirtschaft übernommen werden und für die Stadt "keine Kosten" entstehen. Jetzt nun doch 300.000 Euro vom Steuerzahler und dabei wirds garantiert nicht bleiben. Den Beratungsunternehmen wird schon was schlaues einfallen, wie sie an das nicht vorhandene städtische Geld kommen. Da wett ich drauf!

04.12.2012
23:21
Strategieprozess „Essen 2030“ braucht mehr Geld
von bderks | #1

Der Schwachsinn in Tüten.
Wer sich die Vorlagen an die Gremien zu diesem Thema angesehen hat, der weiß zum einen warum Beraterbuden wie Berger, Mumpitz und Partner oder McKinsey Kohle bis zum Atemstillstand machen, und die Stadt davon nix hat.

Eine Stadtstrategie bis 2030 festzulegen grenzt nicht nur an Größenwahn, sondern stellt ihn komplett dar. Den Mist hätte auch eine Gruppe hirnschwundgeschädigter Vollidioten billiger zusammengestammelt

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