Der große Kehraus nach dem Feuerwerk

Unschöner Anblick nach der großen Sause auf der Rü – jetzt rücken die Kehrmaschinen an.
Unschöner Anblick nach der großen Sause auf der Rü – jetzt rücken die Kehrmaschinen an.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die rauschenden Silvesterpartys in der Neujahrsnacht haben ihre Spuren hinterlassen: Im gesamten Stadtgebiet liegt noch Feuerwerksmüll auf den Straßen – entsorgen sollten Bürger diesen selbst.

Essen.. Von Karnap bis Werden wurde das neue Jahr lautstark mit Böllern und Raketen begrüßt, doch was am Ende von der Pracht des Feuerwerks übrig bleibt, ist vor allem eines: jede Menge Müll. So liegen auch an Tag Drei nach der Neujahrsnacht noch vielerorts Raketenbatterien, Sektflaschen und anderer Silvestermüll auf den Straßen – die Reinigungskräfte der Essener Entsorgungsbetriebe (EBE) tun ihr Bestes, um die Straßen vom Unrat zu befreien; 20 Teams sind jeden Tag im Einsatz.

Besondere Reinigungsaktionen wegen Silvester gebe es aber nicht, sagt Anja Wuschof, Leiterin der Abteilung Straßenreinigung und Winterdienst bei der EBE: „Die Kehrmaschinen fahren normal nach Plan die Reinigungsreviere ab – einige Stadtteile sind da eben etwas eher an der Reihe als andere.“

Eigenverantwortliche Entsorgung

Grundsätzlich gilt aber vor allem eines: Wer an Silvester Raketen gezündet und die Straßen über ein normales Maß hinaus verunreinigt hat, sollte seinen Dreck selbst wegmachen. Spezielle Zuständigkeiten vor der eigenen Haustür, wie es etwa beim Winterdienst der Fall ist, gibt es nach Silvester nicht. „In den vergangenen Jahren haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Bürger diese Verantwortung auch wahrnehmen“, so Wuschof.

Besonders chaotisch sah es in diesem Jahr auf der Rüttenscheider Straße, in der Innenstadt oder auch auf der Ruhrbrücke in Kettwig aus. Beliebte Plätze zum Böllern waren außerdem nicht beparkte Marktplätze wie etwa in Altendorf oder Frohnhausen. „Vor allem Feuerwerksbatterien sollten die Bürger selbst entsorgen, da die Kehrmaschinen diese nicht aufnehmen können“, appelliert Wuschof. Die Feuerwehr mahnt derweil, auch bei der Entsorgung von Feuerwerkskörpern Vorsicht walten zu lassen: „In Kinderhände gehört so etwas grundsätzlich nicht“, sagt Susanne Klatt, Wachtdienstleiterin bei der Feuerwehr Essen. „Unter den Böllern kann immer mal ein Blindgänger sein.“