Der Essener Süden feiert in Werden

Der Bollerwagenumzug hat in Werden Tradition. Jahr für Jahr am Karnevalssonntag ziehen die Jecken zu Fuß und mit Mini-Motivwagen durch die Altstadtgassen.

Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit. Und weil die Kettwiger nur alle zwei Jahren einen Karnevalszug organisieren und 2015 aussetzen, liegt die ganze närrische Veranstalterlast im Essener Süden auf den Werdener Schultern.

Und die Waddischen werden auch 2015 gute Gastgeber sein. Peter Gabka von der KG Lindenbeck und Monika Reich-Püttmann zeichnen für die Organisation verantwortlich, Friedel Seibertz hat die Genehmigungsgebühren und die Versicherung bezahlt - und so kann es um 11.11 Uhr losgehen. Man darf gespannt darauf sein, wie die Teilnehmer in diesem Jahr ihre Bollerwagen gestaltet haben.

Zwei Seiten lang ist die sogenannte „Verkehrsrechtliche Erlaubnis zur Durchführung einer Veranstaltung“, die die Stadt pünktlich erteilt hat. Und es wimmelt dort nur so von Bedingungen und Auflagen. Der Bollerwagenumzug steht auch in diesem Jahr unter dem Motto „Von Bürgern für Bürger“ - aber den Ehrenamtlichen wird es nicht immer leicht gemacht. So muss für jeweils 50 Teilnehmer ein Ordner mit Warnweste bereitstehen. Außerdem: Erst kann gefeiert werden - und dann wird ordentlich aufgeräumt. Die Zugteilnehmer müssen nach Ende des Zuges ihren Müll mitnehmen. Peter Gabka: „Auch die Leute, die am Zugrand stehen, sollten bitte den Müll in die dann bereit gestellten Plastiksäcke entsorgen.“

Die Wetteraussichten für Sonntagsind ganz ordentlich

Egal - die Genehmigung ist erteilt, der Spaß kann beginnen. Die Wetteraussichten sind ganz ordentlich, die einzelnen Gruppen haben sich bestens auf den großen Tag vorbereitet. Peter Gabka: „Bei allen Warnungen und Hinweisen wollen wir, dass die Kinder im Mittelpunkt stehen und viel Spaß am Bollerwagenumzug haben. Die Kinder, denen es nicht so gut geht, wollen wir nicht vergessen. Darum wird - wie seit vielen Jahren - meine Frau Margarete auf dem Platz vor dem Werdener Rathaus für den Kinderschutzbund sammeln.“

Im vergangenen Jahr kamen bei dieser Sammelaktion 700 Euro zusammen.