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Den Spielraum retten, der noch zu retten ist

20.06.2007 | 08:45 Uhr

STADTFINANZEN. Rat verabschiedet mit schwarz-grüner Mehrheit Etat mit 228-Millionen-Lücke.

So ist das, wenn man ein Vielhundert-Seiten-Papier noch mal eingehend rüttelt und schüttelt: Am Ende fanden sich in den berühmt-berüchtigten "Falten" des städtischen Haushaltes doch noch jene 5000 Euro, die nötig sind, um das Fanprojekt der rot-weißen Kicker von der Hafenstraße finanziell abzusichern. Die große Linie aber heißt für Essen wie schon in den vergangenen und absehbar in den kommenden Jahren: Die Finanzlage der Stadt ist desolat. In Zahlen ausgedrückt: Bei einem Ausgabe-Volumen von 1867,5 Millionen Euro klafft in der Kalkulation 2007 eine Lücke von 228,2 Millionen. Unterm Strich steht das Zahlenwerk damit noch einmal um rund vier Millionen Euro schlechter da, als bei der Vorlage. Gestopft wird das Loch mit einem Griff in die Rücklagen, doch da diese endlich sind, steht die rechnerische Pleite für 2013 auf dem Papier schon fest. Kein Wunder, dass die Politiker im Rat der Stadt gestern - jeder auf seine Weise - darum rangen, der Stadt jenen Spielraum zu retten, der noch zu retten ist. (woki)

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